Industriekultur

Indemann - R G B

Indemann - R G B
oder die größte Lichtorgel des Rheinlands. Der Nachts durch LEDs illuminierte Indemann bietet ein spektakuläres wie auch schwierig abzulichtendes Motiv. Die schnellen Lichtwechsel und verschiedenen Lichtmuster erschweren es eine bestimmte Stimmung zu fotografieren.
Das fehlende Entzerren gibt dem Indemann eine dynamische Komponente.
Indemann Triptychon klein

Altes Hafenamt Dortmund II

Altes Hafenamt Dortmund II
Das Alte Hafenamt im Stil der Neorenaissance sollte nach dem Willen seines Architekten, des Stadtbauinspektors Friedrich Kullrich, "dem einfahrenden Schiffer schon von weither als Merkmal des Dortmunder Hafens" dienen.
Die von ihm verwendeten Architekturformen des Turms mit gesondertem Leuchtturmaufsatz und Umgangsmöglichkeit sollen bewusst das Bild eines Leuchtturms assoziieren. Die herausragende Lage des Gebäudes wird sowohl durch die strenge axiale Stellung des Turms zur Stadthafenbrücke als auch durch den ungewöhnlichen sechseckigen Grundriss betont.

Altes Hafenamt Dortmund II

Altes Hafenamt Dortmund I

Altes Hafenamt Dortmund I
Nach mehr als 10 Jahren wird auch das Hafenamt Dortmund fotografisch aufgefrischt.
Altes Hafenamt Dortmund I

Landschaftspark Duisburg Nord - Blick auf Hochofen 2

Landschaftspark Duisburg Nord - Blick auf Hochofen 2
Remake eines Bildes aus 2010. Zwischen damals und heute ist die Beleuchtung des Landschaftspark Duisburg Nord auf LED umgestellt worden, dies führt zu einem geänderten Licht im Landschaftspark. Also wurde es Zeit das Bild neu zu erstellen.

Auch in diesem Bild ist wie 2010 mit einem doppelten Weißabgleich gearbeitet worden, ein Weißabgleich für das Motiv und der zweite für den Hintergrund. Nachdem entzerren des Bildes sind einzelne Objekte separat entzerrt worden um „Eierköpfe“ zu vermeiden.
Landschaftspark Duisburg Nord - Blick auf Hochofen 2

Das Geleucht II

Das Geleucht II

DUO I - Das Geleucht
DUO I - Das Geleucht

DUO II - Das Geleucht
DUO II - Das Geleucht

DUO III - Das Geleucht
DUO III - Das Geleucht

DUO IV - Das Geleucht
DUO IV - Das Geleucht

DUO V - Das Geleucht
DUO V - Das Geleucht

Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII

Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII (1)
Da ich über die Zeche Zollverein bei meinen anderen Bildern schon alles Wissenswerte beschrieben habe, gibt es ist hier keinen Artikel zum Welterbe Zollverein.
Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII (1)

Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII (2)
Die Herausforderung bei den Bildern war der Gitterost auf dem Hochgang. Absolutes stillstehen und Besucher auf Abstand halten.
Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII (2)

Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII (3)
Diese Ansichten von der Rückseite des Schacht XII haben mir zum abrunden noch gefehlt.
Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII (3)

Wasserturm Kempen

Wasserturm Kempen I
Der Wasserturm wurde 1906 fertiggestellt und nahm seinen Betrieb am 10.01.1906 auf. 41,5 Meter ragt er gen Himmel, 350 Tonnen kann er tragen, mehr als 100 Jahre hat er auf dem Buckel – der Kempener Wasserturm. Vom Sockel bis zu einer Höhe von 32 Metern reicht das Mauerwerk aus roten Tonziegelsteinen. Ganz oben auf dem runden Bauwerk thront ein Stahlbehälter mit zehn Metern Durchmesser, einer Wanddicke von sieben Millimetern und einem Fassungsvermögen von 350 000 Litern Wasser.
Wasserturm Kempen I

Wasserturm Kempen II
Wasserturm Kempen II

Das Krokodil - Landschaftspark Duisburg Nord

Das Krokodil - Landschaftspark Duisburg Nord I
Die 1925 errichtete Verladebrücke über den Erzbunkern, in Duisburg als "Krokodil" bekannt, diente zur Befüllung der Tagesbunker. Heute ist sie ein begehrtes Motiv für Fotografen.
Krokodil I - Landschaftspark Duisburg Nord

Das Krokodil - Landschaftspark Duisburg Nord II
Krokodil II - Landschaftspark Duisburg Nord

Pumpspeicherkraftwerk Waldeck

Pumpspeicherkraftwerk Waldeck
Turbinenhalle Pumpspeicherkraftwerk Waldeck

Das Pumpspeicherkraftwerk Waldeck (umgangssprachlich Pumpspeicherwerke Waldeck I und II) besteht aus zwei Pumpspeicherkraftwerken, den beiden Oberbecken (auch „Hochspeicherbecken“ genannt) Oberbecken Waldeck I und II und 2 Freiluftschaltanlagen, die sich im Kellerwald am Affolderner See beim Edertaler Ortsteil Hemfurth-Edersee (Ortslage Hemfurth) im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg (Deutschland) befinden.

Die Pumpspeicherkraftwerke Waldeck mit ihren Oberbecken, die bis zum Jahre 2000 von der Preußischen Elektrizitäts AG betrieben wurden, gehörten anschließend der E.ON Kraftwerke GmbH, einer Tochtergesellschaft der deutschen E.ON AG. Mit der Ausgründung der Uniper gingen die Pumpspeicherkraftwerke in die Uniper Kraftwerke über.
Pumpspeicherkraftwerk Waldeck

Edertalsperre II

Edertalsperre III
Nun die Nahaufnahme der Lichtinstallation Edertalsperre. Beeindruckend im Bild aber eine Anstrengung in Photoshop. Szenarien separieren und dann mit anderen EV-Werten wieder einführen.
Edertalsperre III

Edertalsperre – Die größte Lichtorgel der Welt
Wie schon beim Bild Edertalsperre I erwähnt war der Programmierer der Beleuchtung kein Fotografenfreund. Die Bilder einer Belichtungsreihe beweisen eindeutig was diese Lichtorgel bewirkt, eine zu schnelle Abfolge von Lichtszenarien die nicht exakt erfasst werden kann. Also photoshoppen was machbar ist, dies ist im Bild Edertalsperre III sichtbar.
Edertalsperre - Lichtorgel

Edertalsperre I

Edertalsperre I
Oder die längste Lichtorgel Deutschlands.

Wer das Lichtspiel der Edertalsperre programmiert hat ist kein Fotografenfreund. Was dort an Lichtwechselen, Lichtmischungen und Ein-/Ausschaltrhythmen nach Einbruch der Dunkelheit stattfindet, erinnert mehr an eine Lichtorgel als an eine Lichtinstallation. Aber mit List und Tücke und einer Menge PS kriegt man auch dies gebändigt. Allerdings viele gute Belichtungsreihen sind nicht möglich.

Das Foto ist von der Kanzel am Uhrenkopf aufgenommen worden. Der Weg dorthin führt über einen 500m langen Pfad der 100 Höhenmeter überwindet, also eine durchschnittliche Steigung von 20%. Nach Angaben von Wanderführern ist dieser Pfad zum Sperrmauerblick in 15-20 Minuten zu überwinden, mit der Vollformat-Ausrüstung auf dem Rücken braucht man halt 10 Minuten länger.
Edertalsperre I

Edertalsperre II
Die Problematik der Aufnahme liegt nicht nur an der ständig wechselnden Beleuchtung der Staumauer sondern auch an der Landschaft. Während der See noch vom letzten Tageslicht erfasst wird liegt die sichtbare Staumauer schon im Schatten. Die umliegenden Hügel in Verbindung mit den Taleinschnitten der Landschaft führen dazu, das ein sichtbar abgegrenzter Schatten während der Belichtungsreihe über das Wasser kriecht.
Edertalsperre II

Edertalsperre IV
Edertalsperre IV

Bergwerk Saar – Duhamelschacht

Bergwerk Saar – Duhamelschacht I
Seit Anfang des 18. Jahrhunderts ist der Steinkohlenbergbau im Raum Ensdorf/Schwalbach belegt. 1913 wurde als neuer Hauptförderschacht der Saarschacht (später nach Jean Baptist Duhamel in Duhamelschacht umbenannt) abgeteuft. Das Fördergerüst, das Fördermaschinenhaus, die Kompressorenhalle und andere Gebäude wurden zwischen 1917 und 1918 errichtet. Die Fachwerkkonstruktion des Duhamelschachts ist typisch für die Fördergerüste des Saarbergbaues bis etwa 1930.

Von 1920 bis 1935 stand das „Saargebiet“ (so der damalige Name) unter der Verwaltung des Völkerbundes, gehörte aber zum französischen Wirtschaftsraum. Die französischen Grubenverwaltung Mines Domaniales françaises de la Sarre benannte den Saarschacht in Duhamelschacht um, nach einem der Bergingenieure Napoleons, die den ersten Bergatlas des Saarreviers angefertigt hatten (Jean-Baptist Duhamel).
Bergwerk Saar – Duhamelschacht I

Bergwerk Saar – Duhamelschacht II
Am 23. Februar 2008 kam es zu einem bergbaubedingten Gebirgsschlag im Saarland. Das Beben erreichte eine Stärke von 4,0 auf der Richterskala. Noch am selben Tag verfügte die saarländische Landesregierung einen vorläufigen, unbefristeten Abbaustopp.

Die Steinkohle wurde hier unter einer Sandsteinschicht ausgeräumt. Durch den fortschreitenden Abbau wurde der Hohlraum (Alter Mann) immer größer, 2008 brach er großflächig – möglicherweise über das gesamte Feld – zusammen. In anderen Abbaugebieten (z.B. das Ruhrgebiet) sind die Erdschichten so instabil, dass die Hohlräume bereits kurz nach dem Abbau zusammenstürzen. Die Energie verteilt sich dort auf viele kleinere Erschütterungen, die dabei entstehenden Bergsenkungen verteilen sich nach oben hin „trichterförmig“ über eine größere Fläche. In Sandsteinschichten können sich jedoch solche Trichter nicht bilden.

Als Reaktion beschloss der Aufsichtsrat der RAG Deutsche Steinkohle am 14. März 2008 das Ende der Förderung im Bergwerk Saar bis 2012. Am 30. Juni 2012 endete die Steinkohleförderung im Bergwerk Saar und damit nach mehreren Jahrhunderten die Steinkohleförderung im Saarland.
Bergwerk Saar – Duhamelschacht II

Gasometer - Nackt!

Gasometer 2014 – NACKT !
Ein “nackter“ Gasometer (ohne Plakate) gibt es nur für ca. 2-3 Wochen im Frühjahr. Dann, und nur dann, wird die Beleuchtung die ganze Nacht eingeschaltet (!). Außerdem, um eine schöne Zeichnung im Himmel zu bekommen, geht diese Perspektive nur im Morgengrauen wenn die Sonne hinter dem Gasometer aufgeht. Natürlich sollte die Beleuchtung des Gasometers auch in Ordnung sein.

Ach ja, das Wetter muss natürlich auch mitspielen, an diesem Morgen hat es gestimmt.
Gasometer – NACKT I

Gasometer 2014 – NACKT ! (II)
Gasometer – NACKT II

Gasometer 2014 – NACKT ! (III)
Gasometer – NACKT III



Kraftwerk Herne II

Kraftwerk Herne I
Eines der prägnantesten Objekte am Rhein-Herne-Kanal ist das Kraftwerk Herne der STEAG mit seinem 300 Meter hohen Schornstein. Die ersten beiden Blöcke wurden 1962/63 errichtet und lieferten jeweils 150 MW. 1966 kam Block 3 mit 300 MW hinzu der 1987 zur Fernwärmekopplung umgebaut wurde. Mit der Erweiterung von 1989 wurde ein vierter Block mit 500 MW hinzugefügt und dient ebenfalls zur Fernwärmeversorgung. Im Zusammenhang mit diesem Neubau entstanden auch 1984 der 300 Meter hohe Schornstein und der große 130 Meter hohe Kühlturm, die gegenwärtig das Bild des Kraftwerks am Rhein-Herne-Kanal prägen.
Kraftwerk Herne I

Kraftwerk Herne II
Diese Aufnahme entstand ca. 45 Minuten vor Beginn der Blauen Stunde. Das Licht des Kraftwerks dominiert das Bild. Deutlich zu erkennen an dem hellen blauen Licht das den Schornstein des Kraftwerks mit erleuchtet.

Zusammen hat das Kraftwerk mit seinen 3 in Betrieb befindlichen Kraftwerblöcken, der älteste Block von 1962 wurde 2001 stillgelegt, eine elektrische Leistung von 950 Megawatt. Das Kraftwerk produziert jährlich ca. 5,2 Mrd. kWh Strom (Energiebedarf von ca. 1,3 Mio. Haushalten) und 800 Mio. kWh Fernwärme. Der jährliche Steinkohleverbrauch beträgt ca. 2,0 Mio. Tonnen.
Kraftwerk Herne II

Kraftwerk Herne III
Die Blaue Stunde fängt an, ab jetzt geht es gegen die Zeit, der Wettlauf beginnt. 17 Minuten nach der Belichtungsreihe zu Kraftwerk Herne II entstand diese Belichtungsreihe, in der Zeit dazwischen habe ich den Radlader fotografiert.

Ganz leicht am linken Bildrand erhellen die ersten Sonnenstrahlen den Himmel. Mit jeder Minute wird der Himmel heller und mehr Tageslicht flutet die Szene.
Kraftwerk Herne III

Monument Zollverein

Monument - Kokerei Zollverein
Monument - Kokerei Zollverein


Zeche Nordstern / Vivawest

Zeche Nordstern / Vivawest I
Das Unternehmen Vivawest entstand aus der Zusammenführung der Evonik Immobilien GmbH, einem Tochterunternehmen der Evonik Industries AG, und der THS GmbH. Mit 120.000 Wohnungen in 76 Städten zwischen Aachen und Ahlen ist die Vivawest größter Vermieter in Nordrhein-Westfalen und bundesweit der drittgrößte Wohnungsanbieter.
Der Sitz der Vivawest befindet sich im Zechenensembles Nordstern und umfasst neben dem denkmalgeschützten Teil auch den 2010 eingeweihten Anbau. Auf der gläsernen Aufstockung des Norsternturms Schacht II befindet sich der weithin sichtbare Hercules von Gelsenkirchen.
(Quellen: route industriekultur.de, wikipedia.de)
Zeche Nordstern : Vivawest I

Zeche Nordstern / Vivawest II
Die Monumentalskulptur Hercules von Gelsenkirchen, geschaffen vom Bildhauer Markus Lüpertz und seinem Team, ist eine nicht unumstrittene Landmarke. Die auf der Aufstockung des Förderturms Schacht II der ehemaligen Zeche Nordstern errichtete Skulptur findet nicht überall Freunde.
Als Projekt der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 wurde der denkmalgeschützte Nordsternturm Schacht II ab 2009 von innen ertüchtigt und durch Aufstockung um vier weitere gläserne Etagen ausgebaut. Aus Anlass des Finales des Kulturhauptstadtjahres 2010 wurde die 18 Meter große und 23 Tonnen schwere Statue am 18. Dezember 2010 offiziell eingeweiht, mit dieser erreicht der aufgestockte Nordsternturm nun eine Höhe von 103m.
Der aufgrund seiner Leistungen in den Olymp aufgenommene Held Herkules verkörperte in der Antike die Fähigkeit zur Bewältigung ungeheurer Aufgaben. Dem Bildhauer Markus Lüpertz dient er hier als Symbol, um einerseits die Leistungen aus der industriellen Vergangenheit des Ortes zu thematisieren, andererseits aber auch, um die bewältigte und weiter zu bewältigende "Herkulesaufgabe" des Strukturwandels im Ruhrgebiet bildlich in Szene zu setzen.
(Quellen: route industriekultur.de, wikipedia.de)
Zeche Nordstern : Vivawest II

Akademie Mont Cenis II

Akademie Mont Cenis
Im Rahmen des IBA Emscherpark entstand, in Zusammenarbeit des deutschen Architekturbüro HHS Planer & Architekten AG und dem französischen Architekturbüro Jourda & Perraudin, der Neubau der Akademie Mont Cenis. Die notwendige Beschattung des Inneren des 170m langen, 16m hohe und 78m breite Glashülle wird durch die gebäudeintegrierte Solaranlage auf dem Dach sichergestellt, die z.Z. die weltweit größte ihrer Art ist.
Akademie Mont Cenis


Gasometer 2012

Gasometer 2012
Ruhiger konnten die Wasser des Rhein Herne Kanals an diesen Abend nicht fließen.
Gasometer 2012

Aquarius Wassermuseum II

Aquarius - Wassermuseum II
Die klassische Ansicht vom Aqaurius, leider ohne Lichterkranz.
Aquarius - Wassermuseum II

Aquarius – Der Kopf des Wasserturms
Aquarius – Der Kopf des Wasserturms

Kraftwerk Herne I

Kraftwerk Herne
Eines der prägnantesten Objekte am Rhein-Herne-Kanal ist das Kraftwerk Herne der STEAG mit seinem 300 Meter hohen Schornstein. Die ersten beiden Blöcke wurden 1962/63 errichtet und lieferten jeweils 150 MW. 1966 kam Block 3 mit 300 MW hinzu der 1987 zur Fernwärmekopplung umgebaut wurde. Mit der Erweiterung von 1989 wurde ein vierter Block mit 500 MW hinzugefügt und dient ebenfalls zur Fernwärmeversorgung. Im Zusammenhang mit diesem Neubau entstanden auch 1984 der 300 Meter hohe Schornstein und der große 130 Meter hohe Kühlturm, die gegenwärtig das Bild des Kraftwerks am Rhein-Herne-Kanal prägen.

Zusammen hat das Kraftwerk mit seinen 3 in Betrieb befindlichen Kraftwerblöcken, der älteste Block von 1962 wurde 2001 stillgelegt, eine elektrische Leistung von 950 Megawatt. Das Kraftwerk produziert jährlich ca. 5,2 Mrd. kWh Strom (Energiebedarf von ca. 1,3 Mio. Haushalten) und 800 Mio. kWh Fernwärme. Der jährliche Steinkohleverbrauch beträgt ca. 2,0 Mio. Tonnen.
Kraftwerk Herne

Museumsbahnsteig Oberhausen II - 2011

Museumsbahnsteig Oberhausen I - Museumszug
Der Museumsbahnsteig Oberhausen ist ein Teil des Rheinischen Industriemuseum Oberhausen und wurde 2006 nach Plänen des Berliner Ateliers Stark in ein begehbares Kunstobjekt umgewandelt. Besonders in den Abendstunden wird der gesamte Bahnsteig durch eine dreistündige Lichtpartitur aus 33.000 RGB-LEDs zum strahlen gebracht.

Die Vorgeschichte dieses Kunstwerk geht bis in das Jahr 1997 zurück als das Rheinische Industriemuseum (RIM), anlässlich des 150-jährigen bestehen der Köln-Mindener-Eisenbahn, mit der Sonderausstellung “Schienen, Schranken, Übergänge“ die Bedeutung der Eisenbahn für die Stadt Oberhausen in Szene setzte. Im Zusammenhang mit dem fast zeitgleich begonnenen damaligen IBA Projekt »Rückbau des historischen Empfangsgebäudes/Hauptbahnhof Oberhausen« entstand nun die Idee, auf den stillgelegten Gleisen 4 und 5 einen »Museumsbahnsteig« anzulegen. Im Laufe der Jahre zeigte sich das der Besucherzuspruch durch eine attraktivere Gestaltung der Anlage gesteigert werden könnte. Eine Umgestaltung des Museumsbahnsteigs sollte eine Art Brücke zwischen der Stadt und dem Museum mit Hilfe einer signalkräftigen Realisierung schlagen. Aus einem im Sommer 2005 ausgeschriebenen Wettbewerb, an dem sich 5 Gestaltungsbüros beteiligten, ging als einstimmiger Sieger das Atelier Stark hervor.

Der ausgestellte historische Industriezug bestehend aus einem Torpedowagen, einem Schlackenpfannenwagen und einer Güterzuglokomotive verdeutlicht die enge Verbindung von Schwerindustrie, Eisenbahn und Stadt.

Museumsbahnsteig Oberhausen I - Museumszug

Museumsbahnsteig Oberhausen II – Wartehaus und Glaskokille
Zu den weniger beachteten Objekten des Museumsbahnsteigs gehören das umgestaltete Wartehäuschen und die Glaskokille. Das ehemalige Wartehäuschen dient einerseits als Standort für den Rechner der die Lichtinszenierung des Bahnsteigs steuert und andererseits, durch seine beleuchteten Folien, als Informationsstützpunkt der auf die Ausstellungen des Rheinischen Industriemuseums aufmerksam macht.

Hinter dem Wartehäuschen erwartet den Besucher ein anderes außergewöhnliches Kunstwerk. Eine ehemalige Kokille schwebt scheinbar in einem beleuchteten Glasbett welches aus 320 einzelnen Glasscheiben zusammengesetzt wurde. Dabei ist dieses Objekt kein Leichtgewicht, von dem 29t Gesamtgewicht entfallen 15t auf die stählerne Kokille und 14t auf das umgebende Floatglas. Trotz dieses immensen Gewichts schafft dieses Objekt mühelos die Symbiose von Masse und Transparenz.

Dieses Kunstwerk wie auch die anderen inszenierten Objekte waren nur durch Partnerschaften und ein großzügiges Materialsponsoring der beteiligten Firmen Babcock-Borsig-Service, Glas-Rickert, Piklington, Spaeter, 3M mit Baier und Reklame Wilden, Osram, Gevacril, Mittal Steel Duisburg und MAN-Turbo zu realisieren.

Museumsbahnsteig Oberhausen II – Wartehaus und Glaskokille

Museumsbahnsteig Oberhausen III – Lokomotive 159
Bei der auf dem Museumsbahnsteig ausgestellten Lok 159 handelt es sich um eine Lokomotive vom Typ ED 80 t für den schweren Rangier- und Güterverkehr auf Industriebahnen von Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal. Die Gemeinschaftsbetriebe Eisenbahn und Häfen nahmen sie 1971 in Betrieb. Das Streckennetz von Eisengbahn und Häfen ist zum Teil mit Oberleitung versehen, deshalb schaffte man eine Lok mit Zweikraftantrieb an. Die vier Elektromotoren konnten sowohl aus dem Fahrdraht als auch aus dem Lokeigenen Generator mit Dieselantrieb gespeist werden. Die dabei jeweils erzielte Leistung war allerdings recht unterschiedlich: 600 KW bei Fahrdrahtbetrieb und nur 130KW bei dieselelektrischen Betrieb. 1998 musterten Eisenbahn und Häfen die Lokomotive aus und stellte sie dem Rheinischen Industriemuseum für den Museumsbahnsteig zur Verfügung.
Museumsbahnsteig Oberhausen III – Lokomotive 159

Museumsbahnsteig Oberhausen IV – R G B
Dieses Triptychon stellt die Lichtpartitur des Museumsbahnsteigs dar wie sie den Besuchern des Hauptbahnhofs abendlich vorgespielt wird. Die Hauptrolle in diesem Lichtspiel übernehmen die beiden 150m langen Lichtschienen die mit langsamen und schnellen Lichteffekten einen vorbeifahrenden Zug simulieren. Das wechselnde Lichtspiel im Dach ahmt ein aktives Geschehen am Bahnsteig nach und im Zusammenspiel mit den Schienen entsteht ein dynamisches Lichtgeschehen das den gesamten Bahnsteig zur Bühne macht.
Bei den Belichtungen zu dieser Bildreihe lernte ich die Mitglieder des Ateliers Stark, die Schöpfer dieses Lichtkunstwerk, kennen. Sie inspizierten die vor kurzen ausgeführten Reparaturen in der Lichtinstallation. Leider werden die Aktionen und Tätigkeiten des Berliner Atelier Stark in Oberhausen durch die Presselandschaft Oberhausen und des Ruhrgebiets nur in einem sehr geringen Umfang wahrgenommen. Durch das Projekt Kitev (Kunst im Turm) bin ich nur durch die Mitglieder des Ateliers Stark aufmerksam geworden.

https://kitev.de/de/entry/12/museumsbahnsteig
Museumsbahnsteig Oberhausen IV – R G B

Museumsbahnsteig Oberhausen V – Lokomotive 159
Museumsbahnsteig Oberhausen V – Lokomotive 159

Das Kruppsche Stammhaus

Das Kruppsche Stammhaus
Der Text der Tafel:

Das Kruppsche Stammhaus
Das so genannte Stammhaus entstand 1818/19 als Gebäude für den Aufseher der 1811 gegeründeten Gussstahlfabrik Fried.Krupp. Das erste Werksgebäude lag unmittelbar dahinter. Im November 1824 bezog der Unternehmensgründer Friedrich Krupp mit seiner Familie das Stammhaus, das in den folgenden dreißig Jahren als Wohnung und Firmenzentrale diente. Alfred Krupp ließ es 1873 umfassend renovieren und bestimmte, dass es als Symbol für die kleinen Anfänge der Firma dauerhaft erhalten bleiben sollte. Im Oktober 1944 wurde es durch Luftangriffe vollständig zerstört. Anlässlich des 150jährigen Firmenjubiläums erfolgte 1960/61 ein originalgetreuer Nachbau, rund 100 m versetzt vom ursprünglichen Standort. Das rekonstruierte Stammhaus ist heute die letzte architektonische Erinnerung an die Ursprünge der Firma Krupp.
Das Kruppsche Stammhaus

Duisburger Innenhafen

H² Office - Cubar´s Cube – Duisburg Innenhafen
Die Form dominiert das Bild.
Als Ausnahme mal etwas Quadratisches. In diesem Bild habe ich als gestalterisches Element die vordere linke Ecke des Gebäudes als dominante Linie gesetzt.

Das 2004 nach Plänen des renommierten Hamburger Architekturbüros BRT (Bothe, Richter und Teherani) erbaute H² ist eines der am häufigsten fotografierten Motive im Duisburger Innenhafen. Die dynamische Form soll an einen Katamaran erinnern und schafft so einen Bezug zum maritimen Umfeld des Hafens. Das zweite Gebäude wurde 2009 fertig gestellt. Von oben betrachtet erkennt man wie die Baukörper ihren Namen H² architektonisch in die Landschaft setzen.
H² Office - Cubar´s Cube – Duisburger Innenhafen

Faktorei 21 – Duisburg Innenhafen
Das Gebäude der Faktorei ging aus dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg hervor. Dringend benötigter Speicherplatz zur Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln führte im Jahre 1954 zur Errichtung des Gebäudes.
Im Zuge der Umgestaltung des Innenhafens aufgrund des Masterplans von Sir Normann Foster wurde im Jahr 2000 die Faktorei renoviert und umgebaut. Es entstand im Mittelteil des Satteldachs eine großzügige Glasfläche sodass ein helles Atrium zur Belichtung der innen liegenden Büros entstand.
Faktorei 21 – Duisburg Innenhafen

Wehrhahnmühle - Duisburger Innenhafen
Die Wehrhahnmühle im Duisburger Innenhafen. 1896 von der jüdischen Familie Cohen erbaut. 1924 nach einem Feuer wieder neu aufgebaut. 1936, nachdem die Familie vor dem Terror der Nazis geflohen ist, in den Besitz der Rheinischen Mühlenwerke Wehrhahn übergegangen. 1969 Stillegung.
Heute befinden sich im linken Gebäude Büros und Gastronomie.
Duisburger Innenhafen 2011

Kokerei Zollverein III

Kokerei Zollverein I
Kokerei Zollverein III

Kokerei Zollverein II
Kokerei Zollverein IV

Kokerei Zollverein III
Kokerei Zollverein V

Kokerei Zollverein IV
Kokerei Zollverein VI

Zeche Zollverein II

Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Schacht XII mit Schachthalle I
Da der Schacht XII für die Wasserhaltung noch in Betrieb ist unterhält die RAG in der Schachthalle noch Betriebsanlagen.
Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Schacht XII mit Schachthalle I

Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Schacht XII mit Schachthalle II
Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Schacht XII mit Schachthalle II

Zeche Zollverein Schacht XII
Das Unesco Weltkulturerbe im Ruhrgebiet oder die schönste Zeche der Welt.
Zeche Zollverein Schacht XII

Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Blick zum Red Dot Design Museum I
Zwischen der Halle 5 auf der linken Seite, dem ehemaligen Standort der Zentralwerkstatt und rechts der Halle 6, wo in den aktiven Jahren des Bergwerks die Elektrowerkstatt untergebracht war, geht der Weg geradewegs zum ehemaligen Kesselhaus wo jetzt das red dot design museum seinen Platz gefunden hat. Das ehemalige Kesselhaus war die Energiezentrale der ehemaligen Schachtanlage. Bis 1979 thronte noch ein 106m hoher Schornstein über dem Kesselhaus der wegen Einsturzgefahr abgerissen wurde.
Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Blick zum Red Dot Design Museum I

Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Blick zum Red Dot Design Museum II
Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Blick zum Red Dot Design Museum II

Henrichshütte Hattingen III - Torpedowagen

Henrichshütte Hattingen III - Torpedowagen
Henrichshütte Hattingen T23

Zeche Teutoburgia

Zeche Teutoburgia Schacht I – “Establishing Shot“
Eines der nicht so häufig fotografierten Nachtmotive im Ruhrgebiet. Diese erste Aufnahme aus der Serie macht es zum Teil deutlich, nur der Kopf des Fördergerüstes und der Platz vor dem Maschinenhaus sind beleuchtet. Es scheint als wachse der Förderturm aus einem Urwald heraus.

“Establishing Shot“ eigentlich ein Begriff aus der Filmgestaltung, er bezeichnet zumeist die erste Einstellung um dem Zuschauer den Ort der Handlung vorzustellen.
Zeche Teutoburgia Schacht I – “Establishing Shot“

Zeche Teutoburgia II – Förderturm
Das zwischen 1907 und 1908 errichtete Strebengerüst der Bauart Prömnitz liegt eingebettet in einer parkähnlichen Landschaft. Das Fördergerüst und das Maschinenhaus sind die letzten Überbleibsel der ehemaligen Zeche Teutoburgia die schon 1925 geschlossen wurde.

1992, nach fast 70-jährigem Dornröschenschlaf, erwarb der Kommunalverband Ruhr das Gelände und errichtete nach der Idee des Künstlers Christof Schläger den KunstWald. Das parkähnliche Gelände, in dem Ideen von 10 Künstlern durch ihre Objekte und Skulpturen eingeflossen sind, wird überthront von dem in den Abendstunden illuminierten Förderturm.

Zeche Teutoburgia II – Förderturm

Zeche Teutoburgia III – Illumination
Die Illumination des Förderturms erfolgt durch eine umlaufende 34m lange blaue LED-Lichtrohrreihe und 2 LED-Lichtfluter die die Förderräder anstrahlen. Der beleuchtete Kopf des Fördergerüsts ist von der A42 aus sichtbar.
Zeche Teutoburgia III – Illumination

Zeche Teutoburgia IV – Aufwärts!
Von der Perspektive her mein persönlicher Favorit aus dieser Fotoreihe obwohl der bewölkte Himmel und der gelegentliche Wind es nicht einfach machten.
Zeche Teutoburgia IV – Aufwärts!

Zeche Teutoburgia V – Aufwärts!
Zeche Teutoburgia V – Aufwärts!

Glühende Rohre - Jahrhunderthalle Bochum

Glühende Rohre - Jahrhunderthalle Bochum
Manche Bilder entstehen aus reinem Zufall. Eigentlich wollte ich an diesem Abend eine alte Aufnahme der Wasserwelt mit der Mark II wiederholen. Allerdings war die Beleuchtung der Wasserwelt abgeschaltet oder defekt und für eine Aufnahme der Jahrhunderthalle war, Aufgrund von Vorbereitungen für eine Veranstaltung, noch zuviel Lieferverkehr.

Was nun? Um ein anderes Ziel anzufahren war es zu spät. Nur die abgeschnittenen Rohre blieben noch übrig.
Glühende Rohre - Jahrhunderthalle Bochum

Glühende Rohre II - Jahrhunderthalle Bochum
Glühende Rohre - Jahrhunderthalle Bochum II

Bernepark Bottrop

Bernepark Bottrop I
40 Jahre lang wurden in der ehemaligen Kläranlage Abwässer geklärt, dann wurde sie stillgelegt. Nach 10-jährigem Dornröschenschlaf wurde sie im Kulturhauptstadtjahr 2010 wieder erweckt. Als kleiner moderner Park erwachte offiziell am 02. Oktober 2010 die ehemalige Anlage der Emschergenossenschaft in Bottrop-Ebel.

Die ehemalige unzugängliche Kläranlage ist im Rahmen der Emscherkunst, dem größten Kunstprojekt der Kulturhauptstadt 2010, mit 5 Millionen Euro zu einem offenen Park und Begegnungsstätte umgebaut worden.
Bernepark Bottrop I

Bernepark Bottrop II – DurchblickBernepark Bottrop II – Durchblick
Die landschaftsarchitektonische und gärtnerische Projektentwicklung, bezieht sich auf die beiden Klärbecken, die einer neuen Nutzung zugeführt worden sind. Das eine Klärbecken ist als Wasserbecken so belassen worden, wobei jedoch die im Zentrum angelegte kreisrunde Holzplattform, über eine Stegbrücke erreichbar ist. Das andere Klärbecken dagegen ist mit Erde verfüllt, so dass hier auf einer leicht abgesenkten Ebene eine begeh- und benutzbare Parkanlage entstanden ist.
Bernepark Bottrop II - Durchblick

Bernepark Bottrop III
Wenn die Blauen Stunde anbricht erstrahlt das in beiden Klärbecken installierte umlaufende Licht, des deutschen Lichtkünstlers Mischa Kuball, und lässt die Klärbecken in einem neuen Glanz erstrahlen.

Im ehemaligen Maschinenhaus der Kläranlage befindet sich jetzt eine Gastronomie die mit moderner regionaler Küche aus frischen saisonalen Produkten aufwartet.
Bernepark Bottrop III

Bernepark Bottrop IV
Bernepark Bottrop IV

Bernepark Bottrop V
Bernepark Bottrop V

Bernepark Bottrop VI
Bernepark Bottrop VI

Dortmunder U - Der neue Dortmunder Leuchtturm

Dortmunder U – Der neue Dortmunder Leuchtturm
Seit dem 19. Dezember 2008 16:07 leuchtet das, mit 544 Gramm Blattgold belegte, Dortmunder U wieder über der Dortmunder Innenstadt. Nach einem fast neunjährigen Dornrösschenschlaf wurde der ehemalige Stammsitz der Dortmunder Union-Brauerei als Dortmunder Leuchtturmprojekt im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas restauriert und einer neuen Bestimmung zugeführt.

Die Teileröffnung, bedingt durch Baumängel, des Gebäudes fand am 28. Mai 2010 als Teil des Europäischen Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 statt. Seitdem dient das Gebäude als Standort für verschiedene Institutionen wie das Museum Ostwall, des Hardware MedienKunstverein, das Zentrum für kulturelle Bildung, FH Dortmund Zentrales Forschungsinstitut für Bewegtbildstudien wie auch für eine Restauration mit Dachterrasse. Auf der Außenseite der Dachkrone sind LED-Bildschirme installiert, die als atemberaubende Landmarke, die an den jeweiligen Tag und Stunde angepasste Videokunst zeigen.

Auch dieses Gebäude überzeugt von der Wandlungsfähigkeit des Ruhrgebiets wo der Strukturwandel, seit 150 Jahren, ein immer währender Prozess ist der immer wieder die Wandlungsfähigkeit der Region und ihrer Bewohner unter Beweis stellt. Mehr zu der Geschichte dieses Gebäudes, des ersten Hochhaus Dortmunds, wenn ich es schaff eine Aufnahme ohne störende Autos auf dem Gelände zu erstellen.
Dortmunder U – Der neue Dortmunder Leuchtturm

Zeche Königsborn III/IV Schacht 4 – Yellow Marker

Zeche Königsborn III/IV Schacht 4 – Yellow Marker – Der Ostpol in Bönen I
Der von den Klöckner-Werken, nach Plänen des Architekten Alfred Fischer, zwischen 1927 – 1929 errichtete 68m Hohe Förderturm, gilt als bedeutendes Dokument der Architekturgeschichte im Industriebau der zwanziger Jahre. Er markiert den Übergang zum Funktionalismus und wurde dadurch zum Vorbild für viele moderne Fördertürme.
Alfred Fischer, neben Fritz Schupp einer der führenden Industriearchitekten des Ruhrgebiets, war mit über 150 errichteten Gebäuden mitprägend am architektonischen Gesicht des Ruhrgebiets beteiligt. Bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten war er von 1911 bis 1933 Leiter der Kunstgewerbeschule in Essen (später Folkwangschule).

Der bis 1981 in Betrieb stehende Förderturm steht seit 1996 unter Denkmalschutz. Auf Anregung von Professor Ganser, zu dem Zeitpunkt Leiter der IBA (Internationale Bauausstellung Emscher Park) kam es im Jahr 2000 zu der Lichtinstallation Yellow Marker durch den Künstler Michael Kuball. Das Projekt Yellow Marker spannt eine imaginäre Brücke zwischen dem auffälligen kubischen Förderturm der Schachtanlage Rossenray im Westen des Ruhrgebiets und dem Schacht 4 der Zeche Königsborn. Sie symbolisieren den “West- und Ostpol“ des Industrie- und Kulturraum Ruhrgebiet.

Zeche Königsborn III:IV Schacht 4 – Yellow Marker – Der Ostpol in Bönen I

Kraftwerk Scholven

Kraftwerk Scholven - Übersicht
Das Steinkohlen-Kraftwerk Scholven, das sich in Besitz der E.ON Kraftwerke GmbH befindet, gilt mit einer installierten Leistung von 2126 MW als eines der leistungsstärksten Kraftwerke in Europa. 3% des Gesamtdeutschen Strombedarfs werden durch das Kraftwerk Scholven gedeckt.

Die fünf Kühltürme und die 302m hohen Schornsteine, die mit zu den höchsten in Deutschland zählen, bilden eine beeindruckende Industriekulisse im Gelsenkirchener Norden.
Kraftwerk Scholven - Übersicht

Kraftwerk Scholven – Ausschnitt
Die jährliche Stromproduktion des Kraftwerk Scholven reicht umgerechnet für 3 Millionen Haushalte. Zusätzlich wird hier die Fernwärme für 6 Städte des Ruhrgebiets und Prozeßdampf für die umliegende Industrie (BP und INEOS) produziert. Der Anteil heimischer Steinkohle die im Kraftwerk Scholven verfeuert wird liegt bei ca. 40% und stammt aus den umliegenden Bergwerken.
Kraftwerk Scholven – Ausschnitt

Hallenhaus im Winter

Eisiges Hallenhaus im Winter – Halde Norddeutschland
Kaltes Hallenhaus im doppelten Sinne. Die Wettervorhersage sprach von -8° bis -10°Celcius. Die Treppe nach oben war wegen Rutschgefahr gesperrt. Abseits der Wege stand ich fast bis zu den Knien im Schnee. Der gefrorene Schnee haftete noch am Skelett des Hallenhauses. Solch eine grandiose Kulisse konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Eisiges Hallenhaus im Winter – Halde Norddeutschland

Eisiges Hallenhaus im Winter II – Halde Norddeutschland
Eisiges Hallenhaus im Winter II – Halde Norddeutschland

Ehemalige Kläranlage Herne

Ehemalige Kläranlage Herne I – Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet – Emscherkunst.2010
Im Rahmen des Projekts Emscherkunst.2010 ist der Faulturm der 1996 stillgelegten Kläranlage Herne von der Künstlerin Silke Wagner mit einem Mosaik, das mehr als 600 m² umfasst, gestaltet worden. Das aus mehr 5 Millionen Steinen zusammengesetzte Mosaik beschäftigt sich thematisch mit den großen Bergarbeiterprotesten der letzten 120 Jahre. Vom ersten großen Bergarbeiterstreik von 1889 bis hin zur politischen Entscheidung im Jahre 2007 die Steinkohlensubventionen 2018 zu beenden.
Ehemalige Kläranlage Herne I – Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet – Emscherkunst.2010

Ehemalige Kläranlage Herne II – Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet – Emscherkunst.2010
Meinen Dank an die Emschergenossenschaft das sie solche Projekte im öffentlichen Raum fördert. Ich bin durch Zufall auf dieses Motiv gestoßen. Als ich abends auf der A43 unterwegs war, sah ich einen hellen Lichtschein von der Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal, neugierig wie ich bin habe ich mir dies einige Tage später angeschaut.

Im Rahmen des Projektes “Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet“ musste der komplette Faulturm entkernt und saniert werden. Erst dann konnte die Künstlerin das Mosaik auf die Außenflächen des 15m hohen Faulturms aufbringen. Im Inneren befindet sich, bis Ende 2010, eine Installation, die auf mehreren Leinwänden das Leben einer typischen Revierfamilie unter dem Titel „Schlagende Welten“ dokumentiert.

Dieses Bild wurde im Rahmen der RUHR.2010 Abschlussveranstaltung im Nordsternpark Gelsenkirchen am 18.12.2010 in der Präsentation “Best-of-EMSCHERKUNST“ gezeigt werden.
Ehemalige Kläranlage Herne II – Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet – Emscherkunst.2010

Ehemalige Kläranlage Herne III – Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet – Emscherkunst.2010
Ehemalige Kläranlage Herne III – Glückauf.Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet – Emscherkunst.2010

Hallenhaus Halde Norddeutschland

Hallenhaus Halde Norddeutschland – Durchblick
Seit Mai 2006 thront das Hallenhaus als exponierte Landmarke auf der Halde Norddeutschland, der ehemaligen Bergehalde des Bergwerks Niederberg. Das von der A57 aus gut zu sehende Kunstwerk besteht aus Modulen unterschiedlich geformter Stahlgerüste (Doppel-T-Träger). Die Abmessungen des Hallenhaus sind 15m x 18m bei einer Firsthöhe von 10m. Das Stahl-Skelett steht auf einem Sockel, welcher als klare, umlaufende bauliche Kante angelegt ist und damit eine harte Kante zum Gelände bildet.

Seit dem 02.12.2007 strahlen drei Industriescheinwerfer zwischen 17:00 bis 22:00 Uhr vom First des Hauses zum Boden und machen das Hallenhaus auch in der Dunkelheit als Landmarke präsent.

Hallenhaus Halde Norddeutschland – Durchblick

Hallenhaus Halde Norddeutschland
Hallenhaus Halde Norddeutschland

Kokerei Hansa

Kokerei Hansa – Bandbrücke
Kokerei Hansa - Bandbrücke

Kokerei Hansa - Die Treppe
Kokerei Hansa - Die Treppe

Kokerei Hansa - Kühlturm
Kokerei Hansa - Kühlturm

Stauwehr Baldeney

Stauwehr Baldeneysee I
Im Süden Essens liegt der größte der fünf Ruhrstauseen, der Baldeneysee. Der Baldeneysee war als Absetzbecken für Schwebstoffe errichtet worden, denn durch die Verbreiterung und die daraus verringerte Fließgeschwindigkeit konnte sich die Ruhr auf natürliche Weise durch Sedimentation und Abbau von Verunreinigungen durch Mikroorganismen selbst reinigen. Diese Aufgabe übernimmt der See zwar heute noch, dennoch dienen heute in erster Linie zahlreiche Kläranlagen der Gewinnung von Trinkwasser.
Nach ersten Planungen im Jahre 1927 durch den ersten Ruhrverbands-Geschäftsführer Karl Imhoff, der weitere Ruhrstauseen plante, und der Stadt Essen entstand zwischen Juli 1931 und März 1933 errichtete der Ruhrverband in Essen-Werden ein Stauwehr. Als die Baustelle im Dezember 1931 nach sieben Monaten Bauzeit bankrott war, bediente man sich ab Frühjahr 1932 bis zu 2.000 Arbeitern im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes. So profitierte der Ruhrverband durch die Einnahme von Darlehensgeldern aus der Erwerbslosenfürsorge für den Bau. Die Arbeiter waren oft nur mit primitiven Werkzeugen ausgerüstet und verdienten zwischen 1,- und 1,80 Reichsmark, zusätzlich gab es für sie eine warme Mahlzeit am Tag.
Trotz der Verzögerungen Anfang 1932 wurde Ende Februar 1933 das Stauwehr fertig gestellt, so dass die Ruhr probeweise aufgestaut wurde. Im Mai desselben Jahres stellte man das Wasserkraftwerk im Baldeneyer Stauwehr in Dienst. Aufgrund der Machtübernahme der NSDAP im Januar 1933 gab es keine offizielle Einweihungsfeier. Der Ingenieur Karl Imhoff wurde 1934 von der NSDAP seines Amtes enthoben. (quelle: wikipedie.de)
Stauwehr Baldeneysee I

Stauwehr Baldeneysee II
Am Baldeneysee staut ein dreiteiliges Stahlwalzenwehr den Fluss 8,70 Meter auf. Das im Mai 1933 in Betrieb gegangene Laufwasser-Kraftwerk ist in das Wehr eingebaut. Insgesamt treiben zwei Kaplanturbinen die Generatoren mit einer Leistung von maximal je 5.000 kW ( = 10 MW) an. Dabei durchfließen pro Sekunde etwa 75 m³ Wasser jede Turbine. Eine dritte Pumpturbine kann je nach Bedarf 8 m³ Wasser pro Sekunde von unterhalb des Wehres zurück in den See pumpen. Gleichzeitig ist diese Maschine als zusätzliche Turbine zur Erzeugung von zusätzlichen 1000 kW Strom einsetzbar. Im Durchschnitt werden jährlich ca. 28.000.000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Dadurch können rund 9.000 Haushalte mit sauberer, klimafreundlicher Energie versorgt werden.
Der Stauraum des Sees, der eine mittlere Tiefe von 3,14 Metern hat, umfasste ursprünglich 8,3 Millionen Kubikmeter, veränderte sich aber durch Sedimentablagerung so, dass er nach 50 Jahren Betriebszeit, trotz Bergabsenkungen, auf 6,5 Millionen Kubikmeter zurückgegangen war. Daraufhin wurde der Baldeneysee zwischen April 1983 und Mai 1984 soweit ausgebaggert, dass heute ein Stauvolumen von etwa 7,6 Millionen Kubikmeter vorhanden ist.
Nach etwa 75 Jahren Betriebszeit werden zurzeit die Schleusentore samt Antrieben und sicherheitstechnischen Komponenten erneuert, ebenso die komplette Elektro- und Automatisierungstechnik.
Stauwehr Baldeneysee II

Kraftwerk Hermann Wenzel

Kraftwerk Hermann Wenzel
Der Architektur von Fritz Schupp nachempfunden ist das 1953-55 entstandene Kraftwerk Hermann Wenzel. Prägend für die Kraftwerksarchitektur ist das zum Rhein orientierte hoch aufragende Kesselhaus in Stahlfachwerkarchitektur.
Das Kraftwerk der Phoenix-Rheinrohr AG wurde in erster Linie mit Gichtgas und bis zu 40% mit Steinkohlenstaub geheizt. Die Phoenix-Rheinrohr AG wurde 1966 zu Thyssen Röhrenwerke AG umfirmiert und 1970 in die Mannesmannröhren-Werke AG eingebracht. Seitdem (1966) ist dieses Kraftwerk im Besitz der Thyssen-Krupp Stahl AG und dient der firmeneigenen Energieerzeugung.

Am 8. Januar 2001 explodierte offenbar die Koksgasleitung (ein Ventil war defekt) und verursachte einen Millionen Schaden. Block 1 ist seit dem stillgelegt, die Blöcke 2-4 sind noch in Betrieb und erzeugen zusammen 344 MW Strom.
Kraftwerk Hermann Wenzel

Aquarius Wassermuseum I

Aquarius - Wassermuseum
Natürlich gibt es im Ruhrgebiet etliche Wassertürme. Ein besonders schönes und ungewöhnliches Exemplar steht aber in Mülheim-Styrum. Kein Geringerer als August Thyssen baute 1892/93 den Turm, in dem sich heute das Aquarius Wassermuseum befindet. Zur Versorgung seiner nahegelegenen Walz- und Röhrenwerke errichtete der Industriepionier ein Wasserwerk und den benachbarten Turm. Nach der Jahrhundertwende verlagerte Thyssen den Schwerpunkt seiner Fabrikation nach Duisburg und verkaufte 1912 das Styrumer Wasserwerk. Mit einem großen Teil seines Versorgungsgebietes ging es in der neugegründeten RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft auf.

Nachdem der alte Styrumer Wasserturm 1982 stillgelegt worden war, stand die RWW vor der Frage, was sie mit dem mittlerweile denkmalgeschützten Zeugen der Industriegeschichte anfangen sollte. Das 1992 eröffnete Aquarius Wassermuseum ist das beeindruckende Ergebnis des Engagements dieses Wasserversorgungsunternehmens. Die RWW möchte das Bewusstsein für den Umwelt- und Gewässerschutz fördern und schuf deshalb in einem stillgelegten Reservoir für Wasser ein Reservoir für das Wissen über Wasser. Der Aquarius ist ein multimediales, mehrfach preisgekröntes Museum, in dem 30 Stationen auf 14 Ebenen auf den wissensdurstigen Besucher warten. (quelle: route-industriekultur.de)
Aquarius - Wassermuseum

Landschaftspark Duisburg Nord

Landschaftspark Duisburg Nord – Blick auf Hochofen 2
Seit Dezember 1996 wird der Landschaftspark Duisburg-Nord durch eine Lichtinstallation von Jonathan Park illuminiert. Und seit dem ist der Landschaftspark eines der am meisten fotografierten Nachtmotive Deutschlands.
Landschaftspark Duisburg Nord – Blick auf Hochofen 2


Kokerei Zollverein II

Kokerei Zollverein (I)
“Wir müssen erkennen, dass die Industrie mit ihren gewaltigen Bauten nicht mehr ein störendes Glied in unserem Stadtbild und in der Landschaft ist, sondern ein Symbol der Arbeit, ein Denkmal der Stadt, das jeder Bürger mit wenigstens ebenso großem Stolz dem Fremden zeigen soll, wie seine öffentlichen Gebäude.” (Fritz Schupp, 1930)

Nachts beginnt die Kokerei, durch eine künstlerische Lichtinszenierung der aus Schottland und England stammenden "Lichtarchitekten" Jonathan Speirs und Mark Major, zu leuchten.

Kokerei Zollverein I – Druckmaschinengleis

Kokerei Zollverein (II) – Druckmaschinengleis
Der Industriearchitekt Fritz Schupp, der auch für die Planung und Errichtung der Zeche Zollverein zusammen mit Martin Kremmer verantwortlich war, gestaltete auch die in den Jahren 1957 – 1961 errichtete Kokerei. Während man der Schachanlage Zollverein, richtungweisend für den sachlich-funktionalen Industriebau, den Aufbau nach der einflussreichen Schule des Bauhauses ansieht, ist dies bei der Kokerei Zollverein durch die offenen Maschinen und Rohranlagen nicht sofort ersichtlich.

Fritz Schupp (* 1896 in Uerdingen; † 1974 in Essen) gilt, zusammen mit seinem Büropartner Martin Kremmer (* 7. August 1894 in Posen; † 1945 in Berlin) als einer der bedeutendsten deutschen Industriearchitekten des 20. Jahrhunderts. Schupp und Kremmer zählten zu den Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Das bekannteste Werk des Architektenduos ist die Schachanlage Zollverein Schacht XII die in den 30er Jahren erbaut wurde und seit Dezember 2001 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Der Nachlass des Architekturbüros Schupp und Kremer, ein Bestand von 17.500 Skizzen und Plänen, wird vom Deutschen Bergbaumuseum verwaltet und erforscht. Fritz Schupp plante zwischen 1920 und 1974, nach derzeitigem Forschungsstand, insgesamt 69 Industrieanlagen.

Als Beispiele für bekannte und noch erhaltene Bauwerke des Architekten Fritz Schupp sind das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, das Kraftwerk Gustav Knepper in Dortmund, das Fördergerüst Schacht 2 der Zeche Lohberg-Osterfeld in Dinslaken und das Fördergerüst Zeche Pluto Wilhelm in Herne zu nennen.

Kokerei Zollverein II – Druckmaschinengleis

Kokerei Zollverein – Kamin
Kokerei Zollverein VII

Bergwerk ERIN Schacht 3

ERIN SCHACHT 3 – Hammerkopfturm (1)
Ein Fördergerüst über Schacht 7 und ein Förderturm über Schacht 3 halten in Castrop-Rauxel die Erinnerung an die ehemalige Zeche Erin wach. Für diese von dem Iren Thomas Mulvany 1866 gegründete Zeche wurde ab 1889 ein dritter Schacht in dem Stadtteil Schwerin abgeteuft, aber erst 1918 bis 1921 wurde der Förderturm errichtet. Er ist einer der wenigen im Ruhrgebiet erhaltenen Hammerkopftürme und inzwischen der älteste in Westfalen. Seine Denkmalwürdigkeit leitet sich vor allem aus der Technikgeschichte ab. Fortschritte der Stahlbautechnik und die Einführung der Elektrofördermaschine machten es möglich, die Fördermaschine mit Treibscheibe senkrecht über dem Schacht zu platzieren, so dass das Seil direkt in den Schacht hinabhängt. Damit erübrigte sich der Bau eines Maschinenhauses, d.h. es konnte Platz gespart werden. Außer der Fördermaschine mussten natürlich noch die Führerstände aufgenommen werden, weshalb das "Maschinenhaus" über die Grundfläche des Turms auskragt und damit dem Gebäude seine typische Form und den Namen gibt. Der Hammerkopfturm von Erin war einer von nur zehn Türmen, die in den 1920er Jahren im Ruhrgebiet entstanden. Ab 1937 bis zur Stilllegung der Zeche 1983 wurde Schacht 3 nur noch zur Seilfahrt benutzt; die Kohle verließ die Grube durch Schacht 7 am Rand des Stadtzentrums von Castrop-Rauxel. (quelle: route-industriekultur.de)
ERIN SCHACHT 3 – Hammerkopfturm I

ERIN SCHACHT 3 – Hammerkopfturm (2)
ERIN SCHACHT 3 – Hammerkopfturm II

ERIN SCHACHT 3 – Hammerkopfturm (3)
ERIN SCHACHT 3 – Hammerkopfturm III

Gasometer 2010

Nachts am Kanal – Gasometer
Nachts am Kanal – Gasometer

Top of the Pott – Gasometer Oberhausen
Berlin hat den Funkturm, Paris den Eifelturm, New York die Freiheisstatue und Oberhausen seine Tonne - den Gasometer.
Welches Industriedenkmal ist schon in einer Hymmne verewigt worden?

http://www.youtube.com/watch?v=EU-clVbpm3U&feature=related
(eine ältere Version mit interessanter Einleitung)
Top of the Pott – Gasometer Oberhausen

Stadthafen Recklinghausen

Stadthafen Recklinghausen - Westseite
Auf dem Stadtplan von 1912 ist die Emscher noch mit vielen Windungen eingezeichnet. Dies änderte sich erst mit der Ausgabe von 1914, da ist der Fluss begradigt und der Rhein-Herne-Kanal ist eingezeichnet. Zwischenzeitlich hatte ein Stück Gelände auf Herner Gebiet an der Bochumer und Strünkeder Straße den Eigentümer gewechselt. Die Stadt Recklinghausen hatte rund 55.000 Quadratmeter Land aufgekauft, um am Rhein-Herne-Kanal einen Hafen zu bauen. Am 14. August 1913 beschloss die Stadtverordnetenversammlung einer Frankfurter Firma den Bauauftrag zu erteilen. Die Bauarbeiten begannen sofort und fast gleichzeitig mit der Fertigstellung des Rhein-Herne-Kanals konnte der Stadthafen Anfang August 1914 in Betrieb genommen werden.

Da die Zechen ihre eigenen Häfen hatten bestand der Umschlag im Recklinghäuser Hafen hauptsächlich aus Getreide, Futtermitteln, Sand, Kies und anderen Baumaterialien. Im Ersten Weltkrieg wurden Lebensmittel aus den Niederlanden angeliefert. Danach sank der Umschlag bis auf 14.000 Tonnen im Jahre 1931. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog der Güterumschlag wieder an, 1949 waren es zirka 140.000 Tonnen, 1959 gar 260.000 Tonnen im Jahr. Anschließend sank er aber wieder deutlich ab, 2000 waren es gerade noch 24.000 Tonnen.

Um diesen Trend entgegenzuwirken und den Standort aufzuwerten, entschloss sich die Stadt Recklinghausen im Rahmen des Projektes "Emscher Landschaftspark 2010", ein Neunutzungskonzept für das Stadthafen-Areal zu entwickeln. Das Konzept verfolgt die Neuentwicklung eines hochwertigen Gewerbestandortes am östlichen Teil des Hafenbeckens sowie die Sanierung, Umgestaltung, Belebung und Öffnung der Hafenanlagen für Freizeit-, Kultur-, und Wohnnutzungen. Ein Sportbootanleger im östlichen und nördlichen Hafenbereich soll das Angebot ergänzen.

Im freizeitorientierten westlichen Bereich wird seit ein paar Jahren saisonal eine 3.500 m² große Strandbar betrieben. Während im östlichen Teil die Mühle Mills United ihre Kapazitäten um 30% steigerte. (quelle: wikipedia.de und route-industriekultur.de)
Stadthafen Recklinghausen - Westseite

Stadthafen Recklinghausen – Hafenkran
Wie andere ehemalige genutzte Kanalhäfen steht auch der Stadthafen Recklinghausen für eine Neunutzung bereit. Mit der aufragenden Landmarke des Hafenkrans, der im Zuge der Neugestaltung des Stadthafens ein Lichtkonzept erhielt, bietet der Standort im Zuge des Emscherumbaus eine neue Standortgunst für Dienstleistungs-, Freizeit-, Kultur- und Wohnnutzungen. Das Entwicklungskonzept verfolgt die Neuentwicklung eines hochwertigen Gewerbestandortes am östlichen Teil des Hafenbeckens sowie die Umgestaltung, Belebung und Öffnung der Hafenanlagen.

Die Stadt Recklinghausen hat ihren Hafen saniert und umgebaut. Ein Anleger für Fahrgastschiffe und Motorboote sowie ein Schwimmsteg wurden gebaut. Im gleichen Zusammenhang wurde der gewerbliche Umschlagplatz saniert und wieder in Betreib genommen.

So entstanden neben dem gewerblichen Hafen, in dem eine der größten Mühlen Deutschlands ihren Weizen umschlägt, ein Hafen für Freizeitaktivitäten. Der "Lemon Beach Club" lädt ein, im Liegestuhl unter Palmen die Füße in den Sand zu stecken und die Seele baumeln zu lassen. Nebenan auf dem "Platz am Wasser" werden regelmäßig Feste gefeiert, zu denen mit dem eigenen Boot kommen kann, wer möchte. (quelle: metropoleruhr.de)
Stadthafen Recklinghausen – Hafenkran

Zeche Zollverein I

Zollverein 2010
Im Rahmen des Projekts Kulturhauptstadt Ruhr.2010 ist auch das Weltkulturerbe Zollverein wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gekommen.
Zollverein 2010

Welterbe Zeche Zollverein Schacht XII
Eines der bedeutendsten Ensembles von Industriedenkmalen der Welt finden wir in Essen-Katernberg: der 1932 in Betrieb genommene Schacht XII der Zeche Zollverein der Muttergesellschaft Vereinigte Stahlwerke AG (VSt). Gebaut im Bauhausstil vom Architektenbüro Schupp & Kremmer ist sie in Form und Funktionalität ein Wunderwerk an Klarheit und Vollendung des Rationalisierungsgedankens. Die Zentralschachtanlage war bei Inbetriebnahme die modernste der Welt. 1986 wurde der Betrieb eingestellt, die Anlagen und Freiflächen wurden aber sofort unter Denkmalschutz gestellt.

Als Projekt der IBA Emscher Park wurden die Gebäude durch die "Bauhütte Zeche Zollverein Schacht XII GmbH" restauriert und neue Nutzungsmöglichkeiten gesucht. Heute beherbergt Zollverein Schacht XII das Designzentrum NRW im red dot design museum, den Gastronomiebetrieb Casino Zollverein, Ausstellungs- und Veranstaltungsräume, die Stiftung Zollverein und die Entwicklungsgesellschaft Zollverein. Im Museum Zollverein wird den Besuchern im Rahmen von Führungen der Weg der Kohle nahegebracht. Auch das zentrale Besucherzentrum der Zeche Zollverein und der Route der Industriekultur hat hier seinen Sitz gefunden.

Seit dem 14.12.2001 zählt die Zeche Zollverein Schacht XII, die Kokerei Zollverein und der benachbarte Schacht 1/2/8 zum Welterbe der UNESCO. Im gleichen Jahr wurde die Entwicklungsgesellschaft Zollverein mbH gegründet, die Zollverein zu einem international renommierten Kreativ-Standort ausbauen soll. (quelle: route-industriekultur.de)
Welterbe Zeche Zollverein Schacht XII

Welterbe Zeche Zollverein Schacht XII – 2
Mit Zollverein Schacht XII in Essen-Katernberg entstand 1928 die größte und modernste Zeche Europas. Die Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer schufen im Stil der Neuen Sachlichkeit ein faszinierendes Architekturensemble aus funktionalen kubischen Bauelementen, deren raumgreifende Gestalt Erhabenheit ausstrahlt.

Die große Zechenanlage hat auch im besonderen Maße die städtische Entwicklung des Essener Nordens geprägt. Über Generationen war Zollverein der Mittelpunkt des Arbeitslebens einer großen Zahl von Bergleuten, die mit ihren Familien in der Umgebung lebten.

Aber nicht nur in betrieblicher und technischer Hinsicht, auch in der Architektur sollte sich die Leistungsfähigkeit des Unternehmens darstellen. Nach den Plänen der Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, die von der sachlichen Architektur der 1920er Jahre beeinflusst waren, entstand Schacht XII zwischen 1928-30 in Stahlkonstruktion mit vorgehängtem ausgemauertem Stahlfachwerk. Letzteres funktioniert als Gliederungsprinzip, da das Raster des Stahlfachwerks bei allen Bauten gleich ist und ermöglicht dem Betrachter einen Maßstabsvergleich der in der Höhe gestaffelten Baukuben. Das ästhetische Grundprinzip der Schachtanlage liegt in einer Reduktion der einzelnen Baukörper auf klare, kubische Formen, ihrer übersichtlichen Anordnung zu einer harmonischen Gesamtheit und einer einheitlichen Fassadengestaltung. Form und Anordnung der Bauten sind direkt aus den technischen Abläufen abgeleitet, jeder Funktion wird ein Gebäude zugeordnet. (quelle: route-industriekultur.de)
Welterbe Zeche Zollverein Schacht XII – 2

Welterbe Zeche Zollverein – Förderräder
Welterbe Zeche Zollverein – Förderräder

Welterbe Zeche Zollverein - Kohlenwäsche - Ruhr Museum
Das ehemalige Ruhrlandmuseum wurde im April 2007 geschlossen, um dann den Neubauten des Museums Folkwang Platz zu machen. Es wurde am 20. Oktober 2008 in der Kohlenwäsche des Weltkulturerbes Zeche Zollverein wiedereröffnet, dass nach Plänen von Rem Koolhaas umgebaut wurde.
Am 9. Januar 2010 wurde nach mehrjähriger Vorbereitung das neue Ruhr Museum im Weltkulturerbe Zollverein in Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler zusammen mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 eröffnet.

Das Ruhr Museum, das sich als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr versteht, dokumentiert in seiner neuen Dauerausstellung Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets und damit die Entwicklung des größten Ballungsraums Europas.
Die neue Dauerausstellung in der Kohlewäsche der Zeche Zollverein wurde von dem Stuttgarter Büro HG Merz gestaltet und ist in vier Ebenen gegliedert. Auf der 24 Meter Ebene, zu der man mit der großen Außenrolltreppe gelangt, befinden sich Kasse und Information, ein Café, sowie der Museumsshop. Auf der 17 Meter Ebene werden Mythen, Phänomene und Strukturen des gegenwärtigen Ruhrgebiets dargestellt. Die 12 Meter Ebene stellt das vorindustrielle Gedächtnis der Region dar und beinhaltet auch die Sammlungen des Museums zu Archäologie, Ethnologie und Naturkunde. Auf der 6 Meter Ebene wird die Geschichte des Ruhrgebiets im Industriellen Zeitalter dargestellt.
Auf der 12-Meter-Ebene befindet sich eine Fläche für Wechselausstellungen. Ebenso in einer Galerie 21 in einem Zwischengeschoss.
Welterbe Zeche Zollverein - Kohlenwäsche - Ruhr Museum

Welterbe Zeche Zollverein – Unter der Kohlenwäsche I
Das größte Übertagegebäude auf Zollverein ist die Kohlenwäsche. Ihre Gesamtlänge beträgt 90 m, die Breite rund 30 m, die Höhe 37 m, die sich im nördlichen Bauabschnitt, im Bereich des vorgebauten Rohkohlenbunkers, auf 47 m erhöht. Die Kohlenwäsche war eine Großapparatur mit komplexen Vorgängen zur Umwandlung von Rohstoffen zum Energieträger. Mit der Stilllegung der Zeche Zollverein 1986 wurde auch der Betrieb in der Kohlenwäsche eingestellt. (quelle: www.zollverein.de)
Welterbe Zeche Zollverein – Unter der Kohlenwäsche I

Welterbe Zeche Zollverein – Unter der Kohlenwäsche II
Seit 2003 wird die Kohlenwäsche nach Plänen des Rotterdamer Büros Office for Metropolitan Architecture (OMA) und dem Essener Architektenbüro von Heinrich Böll und Hans Krabel saniert und zum Ruhr Museum umgebaut. Das Konzept berücksichtigt, dass die wesentlichen Teile des Maschinenparks erhalten bleiben und dennoch genügend Raum für Ausstellungen geschaffen wird. Eine besondere Herausforderung stellte der Eingang zur Kohlenwäsche dar, die zu Betriebszeiten über keinen Haupteingang verfügte, der der neuen Nutzung gerecht geworden wäre. Die Architekten haben die funktionale Ordnung der ursprünglichen Kohlenwäsche auf die geänderten Ansprüche übertragen und eine Gangway entworfen. Sie führt die Besucher von der Plaza vor der Kohlenwäsche über eine Rolltreppe ins Foyer auf der 24 Meter-Ebene mit dem Besucherzentrum. (quelle: www.zollverein.de)
Welterbe Zeche Zollverein – Unter der Kohlenwäsche II

Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII
Was verbindet den Kölner Dom mit den Pyramiden Ägyptens, den Mont Saint-Michel mit dem Tadsch Mahal, oder die Inkastadt Machu Picchu in Peru mit dem Ngorongoro-Krater in Tansania? Es sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft.

Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 911 Denkmäler in 151 Ländern (davon 33 in Deutschland). Davon sind 704 Kulturdenkmäler und 180 Naturdenkmäler. Weitere 27 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an.

Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 25. Tagung am 14. Dezember 2001 in Helsinki, Finnland, den Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein in Essen zur Welterbestätte erklärt. Das Welterbekomitee würdigte die Zeche und Kokerei Zollverein als "ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa". Von außergewöhnlichem Wert sei die "vom Bauhausstil beeinflusste Architektur des Industriekomplexes, die über Jahrzehnte für den modernen Industriebau beispielgebend war. (quelle: unesco.de)

Weltkulturerbe Zeche Zollverein – Rückseite Schacht XII

Zeche Zollverein - Halle 5
Zeche Zollverein - Halle 5

Haus Aden Schacht 2

Haus Aden Schacht 2 - I
Der Stahlkasten-Doppelbock der Zeche Haus Aden mit seinen angestrahlten Förderrädern.
Haus Aden Schacht 2 - I

Haus Aden Schacht 2 - II
Die Rückseite des Schachtgerüst.
Haus Aden Schacht 2 - II

Haus Aden Schacht 2 - III
Haus Aden Schacht 2 - III

Deutsches Bergbaumuseum

Deutsches Bergbau-Museum I
Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum ist mit 400.000 Besuchern eines der beliebtesten Museen der Republik. Es wurde im Jahr 1930 gegründet und gilt als das bedeutendste Bergbau-Museum der Welt. Ein Anschauungsbergwerk lädt zur Fahrt unter Tage ein.

Ruhrgebiet und Bergbau gehören so untrennbar zusammen, wie Currywurst und Pommes. Zumindest im Reich der Klischees - und die sind unsterblich. Und in der Tat: Ruhrgebiet ohne Bergbau - wer könnte sich das auch heute, nach dem die meisten Zechen stillgelegt sind, vorstellen. So stolz die Bewohner des Ruhrgebiets auf ihre pechschwarzen Wurzeln sind, die wenigsten von ihnen waren je unter Tage.

Wer das nachholen will oder Besuchern einen wichtigen Teil der Ruhrgebietsgeschichte präsentieren möchte, dem sei das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum empfohlen. Auf gut 12.000 qm vermittelt es einen umfassenden Einblick in den weltweiten Bergbau von der Frühzeit bis heute.

Nach der Expedition unter Tage geht es steil nach oben auf das alte Fördergerüst der Zeche Germania. 1973 wurde das weithin sichtbare Wahrzeichen des Deutschen Bergbau-Museums von Dortmund nach Bochum verpflanzt. Von der 60 m hohen Aussichtsplattform bietet sich ein toller Rundumblick über Bochum. Das Museumsareal ist so groß wie vielseitig, über 20 verschiedene Hallen inklusive Bergmännischer Cafeteria warten auf den Besucher. Dort gibt’s dann auch die Currywurst mit Pommes - womit wir wieder bei den Klischees wären!
(quelle: ruhr-guide.de)

Deutsches Bergbau-Museum I

Deutsches Bergbau-Museum II
"Glück auf" - mit dem traditionellen Bergmannsgruß werden die Besucher im größten Bergbaumuseum der Welt empfangen. In zahlreichen Abteilungen mit einer einmaligen montanhistorischen Sammlung erfährt der Besucher alles Wissenswerte zur deutschen und europäischen Bergbaugeschichte. Wie ist die Kohle erdgeschichtlich entstanden? Wie werden Schächte abgeteuft? Was bedeuten Bewetterung und Wasserhaltung, und wie funktionieren sie? Diese und mehr Fragen werden beantwortet.

Höhepunkt des Besuchs ist eine "Grubenfahrt" in das zur Besichtigung angelegte Anschauungsbergwerk etwa 20 m tief unter dem Museum. Zahlreiche Originalmaschinen stehen entlang des ca. 1,5 km langen Rundganges und geben dem Besucher einen Einblick in die Arbeit unter Tage vom Kohlenabbau mit dem Drucklufthammer bis zur Gewinnung mit den heute üblichen Abbaumaschinen, vom Grubenausbau mit Holzstempeln bis zum hydraulisch bewegten Schildausbau.

Die Besucher erfahren nicht nur etwas über den Steinkohlenabbau, sondern können sich auch über die Erzgewinnung informieren. Aber nicht nur Technikfreunde, auch Kunstliebhaber kommen auf ihre Kosten und werden die Abteilung "Bergbau und Kunst" nicht versäumen wollen.

Wer sich so lange mit der Kohlengräberei beschäftigt hat, den zieht es in die Höhe. Eine Fahrt im Förderkorb auf das 70 m hohe Fördergerüst, einst auf der Zeche Germania in Dortmund im Dienst, seit 1975 Wahrzeichen der Stadt Bochum, sollte auch auf dem Programm stehen. Von der Plattform aus bietet sich ein Blick über die früher größte Kohlenstadt des Reviers und über weite Teile des Ruhrgebiets.

Nicht nur die Ausstellung, auch die Architektur des Museums ist interessant. Das Hauptgebäude entstand ab Mitte der 1930er Jahre nach den Plänen des bekannten Industriearchitekten Fritz Schupp. Er übernahm einerseits Formen des Industriebaus für das einem Industriezweig gewidmete Museum, kubische Baukörper mit hochrechteckigen Fenstern und betonten Ecken, gleichzeitig aber entspricht der Eingangsbereich durchaus den ästhetischen Vorstellungen der NS-Machthaber. Schupp entwarf auch das Fördergerüst, das 1944 gebaut wurde. (quelle: route-der-industriekultur.de)
Deutsches Bergbau-Museum II

Deutsches Bergbau-Museum III - Detail Fördergerüst
Erbaut wurde das Museumsgebäude von dem bedeutenden Industriearchitekten Fritz Schupp in den 30er Jahren. Das Fördergerüst von Schacht 5 der Zeche Germania, das Fritz Schupp 1944 erbaute, wurde 1973 zum Deutschen Bergbaumuseum in Bochum umgesetzt und ist heute als Wahrzeichen Bochums bekannt.
Deutsches Bergbau-Museum III

Deutsches Bergbau-Museum IV
Deutsches Bergbau-Museum IV

RWW Wasserturm

RWW Wasserturm in Oberhausen
Monatelang erstrahlte er nicht in seinem Licht. Doch dann sah ich auf dem Weg nach Hause von der A42 aus sein grünes Leuchten. Sofort die Ausfahrt runter und hin.

Der ehemalige Wasserturm der GHH steht für die Entwicklung der modernen Wasserversorgung und erinnert an die Hüttenwerke an der Essener Straße. Um den wachsenden Wasserbedarf von Eisenbahn, Industrie und Haushalten zu decken, wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts Wasserhochbehälter erbaut.
Innerhalb weniger Jahrzehnte lösten verschiedene Behältertypen, Baustile und Baumaterialien einander ab.

Der Oberhausener Wasserturm wurde 1897 in der Bauart Intze erbaut, um die Produktionsanlagen und Gebäude der GHH, aber auch um Wohnhäuser in der Umgebung zu versorgen. Er ist etwa 50 m hoch. Über drei Druckstränge gelangte das Wasser in den Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1.000 m³. Der Turmschaft aus Backstein zeigt historisierende Formen. Heute wird der Bau für Büro- und Wohnzwecke genutzt. (quelle: wikipedia.de)
RWW Wasserturm in Oberhausen

RWW Wasserturm in Oberhausen II
RWW Wasserturm in Oberhausen II

Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Der am 23. März 1995 offiziell durch den damaligen Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein Westfalen, Johannes Rau, eröffnete Wissenschaftspark Gelsenkirchen (zuerst als Wissenschaftspark Rheinelbe bezeichnet) besticht durch seine preisgekrönte Architektur. Das Gebäude des Wissenschaftspark, aus einem Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park hervorgegangen, ist von dem Münchener Architekten Prof. Uwe Kissler entworfen worden. Das wesentliche Gestaltungsmerkmal des Gebäudes ist die 300 m lange Glasfront mit den dazu rechtwinkelig stehenden dreigeschossigen Büropavillons.
Auf der Internationalen Immobilienmesse in Cannes (MIPIM 1995) vorgestellt und als „eines der besten Business-Center in Europa" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, gewann der Wissenschaftspark Gelsenkirchen auch den „Deutsche Architekturpreis 1995" der Bundesarchitektenkammer, der als größter bundesweiter Architektenwettbewerb gilt. Einer der Gründe für den Sieg des Wissenschaftspark war die Entscheidung des Architekten das Gebäude an den Rand des Grundstücks zu setzen und damit in der dicht besiedelten Innenstadt von Gelsenkirchen eine englische Parklandschaft mit See als Naherholungsfläche zu schaffen.

Die auf dem Dach des Wissenschaftspark installierte Photovoltaikanlage ist, seit ihrer Inbetriebnahme (1996), die größte auf einem Dach errichtete Anlage ihrer Art. Mit ihrer Gesamtleistung von 210 kWp wird sie im Laufe ihrer Lebenszeit von etwa 30 Jahren 4.500 Tonnen klimaschädigendes CO2 einsparen.

Die von dem amerikanischen Künstler Dan Flavin († 1996) entworfene Lichtinstallation gibt den 300 m langen Glaskörper des Wissenschaftspark nachts sein unverwechselbares Aussehen. Das in seinen letzten Lebensjahren geschaffene Lichtkunstwerk gilt als sein monumentalstes Werk. Die an den Aufzugschächten angebrachten „Röhrenbäume“ brechen die Längsarchitektur auf und schaffen durch ihre eigene Dynamik neue Räume und Körper.

Wissenschaftspark Rheinelbe



Rheinpark Duisburg

Rheinpark - Wasserturm
Rheinpark - Wasserturm klassisch

Rheinpark - Wasserturm vs. Graffitiwand
Rheinpark - Wasserturm vs. Graffitiwand

Wasserturm im Rheinpark Duisburg
Wasserturm im Rheinpark Duisburg

Schiffshebewerk Henrichenburg

Schiffshebewerk Henrichenburg I
In der ursprünglichen Planung war jedoch anstatt des Schiffshebewerks ein Schleusensystem vorgesehen, um die 14 Meter hohe Geländestufe bei Henrichenburg zu überwinden. Diese Lösung scheiterte jedoch aufgrund des großen Wasserverlustes des Dortmund-Ems-Kanals durch Versickerung und Verdunstung. Deshalb entschied man sich für die Schiffshebewerktechnik, bei der man technisches Neuland betrat.
1894 wurde dann mit dem Bau des Schiffshebewerks begonnen. Bereits 1897, zwei Jahre vor der offiziellen Einweihung, sind die ersten Schiffe gehoben worden. Die Premiere fand am 27. Dezember 1897 mit dem Dampfer Dortmund statt.
Das Schiffshebewerk und der Dortmund-Ems-Kanal wurden offiziell am 11. August 1899 vom damaligen Kaiser Wilhelm II. mit ca. 40000 Schaulustigen eingeweiht. Zu diesem Anlass wurde das Schiff des Kaisers im Trog gehoben, ehe es seine Fahrt auf dem Oberwasser fortsetzte.
Die nächsten 70 Jahre war das Hebewerk fortan in Betrieb, ehe es stillgelegt und durch ein neues Hebewerk in direkter Nachbarschaft ersetzt wurde. Nach der endgültigen Stilllegung im Jahre 1970 verfiel es zur Ruine. 1979 wurde das Hebewerk unter Denkmalschutz gestellt und ab 1982 aufwändig restauriert. Die Funktionsfähigkeit wurde jedoch nicht wieder hergestellt. Am 12. September wurde schließlich das Museum „altes Schiffshebewerk Henrichenburg“ eröffnet. (Quelle: Große Bauingenieursexkursion 2004)
Schiffshebewerk Henrichenburg I

Schiffshebwerk Henrichenburg II
Funktionsweise des Schiffshebewerks
Kernstück des Schiffshebewerks ist ein wassergefüllter Trog mit 70 m Länge, 8,80 m Breite und 2,50 m Wassertiefe, in den die zu hebenden bzw. zu senkende Schiffe einfuhren. Die maximale Größe der Schiffe durfte 67 m x 8,60 m nicht überschreiten. Das zulässige Gewicht der Schiffe war auf 600 t beschränkt. Der Trog ruht auf fünf aus Stahlblech zusammen genieteten mit Teer abgedichteten luftgefüllten Schwimmern bzw. Hohlzylindern, die in wassergefüllten Brunnen mit einem Durchmesser von 8,80 m und einer Tiefe von 33,5 m schwimmen. Ihr Auftrieb entsprach dem gemeinsamen Gewicht von Trog und Trogwasser. Dieses Gleichgewicht wurde durch das einfahrende Schiff nicht gestört, da das Schiff im Trog die Menge an Wasser verdrängte, die seinem Gewicht entsprach. Nach dem Einfahren des Schiffs wurde das Trogtor geschlossen. Durch Vergrößern oder Verringern der Wassermenge im Trog wurde das Gleichgewicht gestört. Dadurch hob oder sank der Trog mit dem eingefahrenen Schiff. In der Regel wurde der Wasserstand zum Heben bzw. Senken eines Schiffes um ungefähr 3 cm abgesenkt bzw. angehoben. Dies entsprach ungefähr einer Gewichtsreduktion bzw. Gewichtszunahme von ca. 18 t. Das bewegte Gesamtgewicht betrug ca. 3100 t. Vier senkrecht stehende 20 Meter lange Schraubenspindeln, mit einem Außendurchmesser von 280 mm, die sich in feststehenden Muttern drehten, gewährleisteten eine jederzeit kontrollierte Bewegung und Lage des Trogs. Die Rohlinge der Spindeln erhielten eine Längsbohrung von 110 mm Innendurchmesser, um eventuelle Fehler im Material aufzuspüren und um die Spindeln bei Frosttemperaturen mit Abdampf vor dem Einfrieren zu schützen. Angetrieben bzw. gebremst wurden sie von einem Elektromotor mit Bremse auf dem Hebewerk mit 150 PS. Die Dauer eines Hebe- und Senkvorgangs, bei der 14 m Höhenunterschied überwunden wurden, betrug ca. 2 x 12,5 Minuten einschließlich der Ein- und Ausfahrt der Schiffe. Die reine Hubdauer betrug 2,5 Minuten.

Nach der Inbetriebsetzung des neuen Hebewerkes wurde das alte Hebewerk nach kurzer Zeit stillgelegt. Ein Jahr später (1963) versuchte man eine Wiederinbetriebnahme. Dabei stellte sich heraus, dass sich der Trog auf halbem Wege verkantet hatte und sich in keine der beiden Endlagen bewegen ließ. In diesem Zustand ist das Hebewerk bis heute verblieben und nach weiteren 30 Jahren als Museumsstück konserviert worden. (Quelle: Große Bauingenieursexkursion 2004 & wikipedia)
Schiffshebewerk Henrichenburg II

Schiffshebewerk Henrichenburg III
Das Schiffshebewerk heute:
Nach der endgültigen Stilllegung verfiel das Hebewerk. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe beschloss 1979 das technische Denkmal als Standort des Westfälischen Industriemuseums aufzubauen. Nach Restaurierung und Rekonstruktion ist das Alte Schiffshebewerk ohne Wiederherstellung der ursprünglichen Funktion zusammen mit seinem unteren Vorhafen (Unterwasser), dem oberen Vorhafen und einem Stück Kanal als Museum eröffnet. Der untere Vorhafen wird auch als Marina genutzt.
Das Alte Schiffshebewerk ist eine Eisenfachwerkkonstruktion mit fünf Schwimmerschächten. Der Trog und die steinernen Oberhaupt- und Unterhaupttürme sind begehbar. Im ehemaligen Kessel- und Maschinenhaus sind Maschinen, Modelle und Bilder zu sehen. Auf einem 400 m langen Kanalabschnitt im Anschluss an den oberen Vorhafen zeigt das Museum eine Sammlung historischer Schiffe und schwimmender Arbeitsgeräte, eine Anlege- und Verladestelle für Güterschiffe, eine Hellinganlage zur Schiffsreparatur mit historischem Drehkran von 1906 und den Kanaldurchlass mit altem Klapptor von 1914 sowie eine historische Hubbrücke von 1897.
Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg ist heute zentraler Ankerpunkt der Route der Industriekultur. (Quelle:wikipedia)
Schiffshebewerk Henrichenburg III

Schiffshebewerk Henrichenburg IV
Schiffshebewerk Henrichenburg IV









Landschaftspark Duisburg Nord - Innenansichten

LaPaDu - Grün 1
LaPaDu Grün I

LaPaDu - Grün 2
LaPaDu Grün II

LaPaDu - Violett
LaPaDu Violett

Schacht Lerche

Schacht Lerche I
Mit der Eröffnung des Schachtes Lerche findet die Zusammenlegung der Bergwerke Heinrich-Robert und Haus Aden/Monopol ihren Abschluss. 280 Mio. € investierte die DSK in dieses Projekt mit seinen Verbundmaßnahmen. Damit wird die Zukunft für ca. 3500 Bergleute für die nächsten Jahre gesichert.

Rund 800 Beschäftigte werden hier täglich in einem Großkorb und einem kleineren Korb anfahren. Darüber hinaus werden durch den Schacht mit einem Durchmesser von acht Metern etwa 120 Transporteinheiten täglich bewegt. Damit übernimmt der Schacht Lerche eine zentrale Rolle als Infrastrukturschacht für das Bergwerk Ost, das sich so den Abbau von rund 30 Millionen Tonnen hochwertiger Kokskohlen erschließt.

Der Schacht, der ursprünglich als Abwetterschacht diente, wurde komplett umgebaut und innerhalb von drei Jahren um rund 370 Meter auf eine Endteufe von 1400 Metern tiefer geteuft. Lerche wird der Versorgung des Baufeldes Monopol mit elektrischer Energie, Frischwetter und Kühlwasser zur Wetterkühlung dienen. Das Kühlwasser erzeugt eine über Tage errichtete 20-Megawatt-Kälteanlage, deren Leistung der von 26.000 Kühlschränken entspricht.

Aufsehen erregte auch der Förderturm des Schachtes. Er wurde am Schacht Romberg (Werne-Langern) abgebaut und in der Nacht vom 28. auf den 29. März 2001 mit seinen 136 Tonnen über 35 km nach Lerche transportiert. Am Ende seiner Reise stellt er nun ein neues Wahrzeichen der Stadt Hamm dar. (quelle: route-der-industriekultur.de)

Schacht Lerche I

Schacht Lerche II
Einer der größten Kühlschränke Europas steht im Hammer Stadtteil Pelkum am Schacht Lerche des Bergwerks Ost. Doch dort kühlt er nicht etwa Fleisch, Käse oder Obst, sondern sorgt für eine angenehme Umgebungstemperatur in den Strecken und Streben des Bergwerks und schickt so den Bergleuten ein kühles Lüftchen.
Der „Kühlschrank“ ist nur eine Verniedlichung dessen, was dort am Schacht Lerche steht: eine hochmoderne Kälteanlage mit einer Kälteleistung von 20 Megawatt oder 20 Millionen Watt. Zur Verdeutlichung: 26.000 Haushaltskühlschränke erreichen in etwa die entsprechende Kälteleistung. Die Technik der Zentralkälteanlage befindet sich, recht unspektakulär, in einer mit grünem Stahlblech verkleideten Halle. Hier konzentrieren sich all die Aggregate und Geräte, die die enorme Kälteleistung erbringen müssen. Kondensatoren, Verdampfer, Pumpen, Filter, Motoren und Rohre verteilen sich, nach Funktion geordnet, in der Halle. Alle diese Maschinen kennen nur ein Ziel: Kältemittel- und Wasserkreisläufe in Gang zu halten und die in ihnen enthaltenen Flüssigkeiten, Kältemittel und Wasser, zu kühlen und damit die Temperatur der Wetter unter Tage angenehm frisch zu halten.
Freigelegte Gesteinsschichten erreichen in den Tiefen, in denen der Bergbau auf dem Bergwerk Ost Kohle fördert, eine Temperatur von zirka 65 Grad Celsius. Ohne Kühlmaßnahmen steigt die Lufttemperatur im Grubengebäude auf unerträgliche Werte. Ein Arbeiten unter diesen Umständen wäre undenkbar. Deshalb unternimmt die RAG große Anstrengungen, um die klimatischen Schwierigkeiten zu meistern, die durch den Abbau in immer größeren Teufen entstehen. (quelle: steinkohle-portal.de)

Schacht Lerche II

Schacht Lerche III
Schacht Lerche, Personen-, Material- und Wetterschacht des Bergwerks Ost in Hamm, besitzt eine der modernsten Schachtförderanlagen innerhalb der RAG. Das markante Schachtgerüst trägt knapp unterhalb seiner Spitze die zwei Umlenkscheiben der Vierseil-Förderanlage, die ein Asynchron-Motor mit 2200 Kilowatt antreibt. Sie ist als Flurförderanlage für eine Nutzlast von 20 Tonnen konzipiert. Bei einer Flurförderanlage steht die Fördermaschine ebenerdig in einiger Entfernung neben dem Schachtgerüst. Die Besonderheit der Anlage liegt in der kompakten Bauweise der Maschine. Der Anker des Motors dient gleichzeitig auf seiner Außenseite als Treibscheibe. So spart man die Antriebswelle. (quelle: steinkohle-portal.de)
Schacht Lerche III

Schacht Lerche IV
Schacht Lerche IV

Küppersmühle im Schnee - 2009

Küppersmühle im Schnee
Küppermühle im Schnee II - Winter 2009

Küppersmühle im Schnee II
Küppermühle im Schnee II - Winter 2009




Maximilianpark

Zähne - Der Gläserne Elefant in Hamm I
Der Gläserne Elefant, das Wahrzeichen der Stadt Hamm. Weltweit das größte Gebäude in Tiergestalt.

Der Gläserne Elefant in Hamm entstand aus der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Maximilian. Der Künstler und Architekt Horst Rellecke entwickelte im Rahmen der Landesgartenschau 1984 das Konzept und die Pläne zur Umgestaltung in eine begehbare Plastik. Der Aufzug im Rüssel des Elefanten bringt den Besucher auf eine Höhe von 29m wo ihm sich eine doppelstöckige Galerie erschließt. Der Kopf des Elefanten beherbergt einen Palmengarten in dem 10 kinetische Objekte von Horst Rellecke in einer Dauerausstellung zu sehen sind.

Zähne - Der Gläserne Elefant in Hamm I

Der Gläserne Elefant in Hamm II
Wie kommt ein Elefant nach Hamm? Das ursprüngliche Konzept der Planer ging davon aus, dass die Überreste der ehemaligen Zechengebäude beseitigt und durch Grünanlagen ersetzt werden sollten. Durch das Engagement einer kleinen Künstlergruppe um den Galeristen Werner Kley aus Hamm wurde eine heftige Diskussion um den Erhalt dieser frühen Industrie-Architektur angeregt, die schließlich zu ihrer Integration in die Gartenschau führte.
Während man über die Verwendung der historischen Backsteinhallen schnell einen Konsens zwischen Planern und Politikern herbeiführen konnte, schieden sich an der ehemaligen Kohlenwäsche, die schon gelegentlich als das hässlichste Gebäude Europas bezeichnet wurde, die Geister. Dieses Beton-Ungetüm bestand aus einem ca. 30 Meter hohen Westteil und einem niedrigeren Ostteil. In seinem Inneren befanden und befinden sich z.T. heute noch gewaltige Trichter, in denen die geförderte Kohle mit Wasser von unbrauchbarem Abraummaterial getrennt wurde.
Wie entsteht aus einem hässlichen Gebäude ein Elefant? Horst Rellecke, der "Vater" des Glaselefanten, hat dazu folgende Anekdote zu erzählen:
"Nachdem ich festgestellt hatte, dass gerade diese frühe Industriearchitektur ihren Reiz haben kann, kam dann zwangsläufig die Frage: Was kann man aus einem solchen Betonkasten noch machen? Zwischen dieser Frage und meiner Antwort war etwa soviel Zeit, wie man für einen schweifenden Blick über ein Gebäude von siebzig Metern Länge benötigt.
"Man könnte einen riesigen Elefanten daraus machen!" Meine Gesprächspartner schienen gar nicht einmal sehr verblüfft zu sein, denn als sie wie zur Kontrolle meinen Augenschwenk nachvollzogen, haben sie vielleicht auch sofort empfunden, dass dieses langgestreckte graue Ungetüm sich für eine solche Verfremdung geradezu anbot. Ich wurde aufgefordert, diesen Vorschlag doch schnell zu Papier zu bringen. Das geschah am folgenden Tag. Mit der Zeitungsveröffentlichung am dritten Tag begann eine hitzige Debatte, die nach über einem Jahr mit einem Bauauftrag enden sollte." (quelle: www.hamm.de)
Der Gläserne Elefant in Hamm II

Der Gläserne Elefant in Hamm III
1975 gelangte die 1943 stillgelegte Zeche Maximilian im Zuge der Eingemeindung von Werries in das Stadtgebiet der neu entstandenen Großstadt Hamm. Seit dieser Zeit gehört sie zum Gebiet des neuen Stadtbezirkes Uentrop. Hamm bemühte sich ab 1978 erfolgreich um die Ausrichtung der ersten Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen auf dem verwaisten Zechengelände. Seit 1978 wurden daher die Schächte verfüllt. Durch die jahrelange Nichtnutzung hatte das Gelände, das sich dadurch in freier Sukzession befand, einen Strauchwiesencharakter entwickelt. Auch wuchsen hier bereits zahlreiche Bäume. Die artenreiche Vegetation war zum Rückzugsgebiet zahlloser bedrohter Pflanzen- und Tierarten geworden.

1980 schließlich erfolgte die Vergabe der Landesgartenschau an Hamm, so dass die Stadt mit einer Biotopkartierung begann, um ihre Schutzwürdigkeit prüfen zu können. Während des Baus des neuen Freizeitparks sollten diese schutzwürdigen Bereiche erhalten werden. Am 1. Oktober 1981 erfolgte auf dem Zechenareal der erste Spatenstich für die erste Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens, die hier vom 14. April bis 30. September 1984 ihre Pforten öffnete. Die aus der Gründungszeit noch bestehenden Verwaltungsgebäude, die Maschinenhalle und die Elektrozentrale in historisierender Backsteinarchitektur sind heute in den Park integriert. Als Musterbeispiel für diese Integration kann der Glaselefant gelten, der heute eines der Wahrzeichen von Hamm ist.

Die Anlage erhielt, benannt nach der Zeche, den Namen Maximilianpark. Dieser ist heute ein überregional bedeutendes Zentrum für Kultur, Naherholung und Sport. (quelle: wikipedia.de)
Der Gläserne Elefant in Hamm III

Der Gläserne Elefant in Hamm IV
Das Bauwerk.
Die Dimensionen des Hammer Glaselefanten sind wahrlich beachtlich: Die Großplastik ist ca. 35 m hoch, 63 m lang und 18 m breit. Sie besteht aus einen Rückenteil, dem Kopf/Rüsselteil und dem Schwanztreppenhaus. Statisch gesehen ist der Kopf samt Rüssel ein selbständiges Gebäude, wie auch der Schwanz eine separate Konstruktion darstellt. Das gesamte Gebilde ist im Grunde eine klassische Gewächshauskonstruktion in extravaganter Form. Das Skelett besteht aus feuerverzinktem Stahl. Die vertikalen Flächen sind mit Einscheibensicherheitsglas, die geneigten mit Verbundsicherheitsglas und die deckenden Flächen mit Drahtglas bestückt.

Im Elefantenrüssel befindet sich der Aufzug, dessen Schachtkonstruktion gleichzeitig als Tragwerk für den ganzen Kopf dient. Wenn der Besucher seinen Erlebnisweg durch den Elefanten mit dem Einstieg in die teilweise verglaste Kabine beginnt, wird er selbst Teil einer künstlerischen Aktion. Wenn er zwischen den beiden Stoßzähnen hindurch bis in die Backentaschen hochgesaugt wird, weitet sich der Ausblick zum Panorama.

Dringt er weiter in den Leib vor, beginnt gleichsam ein Verdauungsvorgang. Beim Ausstieg aus der Fahrkabine fällt der erste Blick auf einen Wasserfall, der Teil einer zentralen Pflanzanlage mit Wasserspiel ist. Der gesamte Rücken wird als Gewächs- oder Tropenhaus genutzt. In einem Bambusgarten gestalten sich Kunstausstellungen zu einem neuen Raumerlebnis. Von der obersten Ebene wird dann der Blick frei auf das Gartenschaugelände und die umliegende Landschaft. Um im Bilde zu bleiben, verlässt der Besucher nach der Verdauung den Körper wieder durch das Hinterteil über die Schwanztreppe. (quelle: hamm.de)
Der Gläserne Elefant in Hamm IV

Der Gläserne Elefant in Hamm V
Der Gläserne Elefant in Hamm V

Der Gläserne Elefant in Hamm VI
Der Gläserne Elefant in Hamm VI

Bergwerk ERIN Schacht 7

ERIN I
Das 68 Meter hohe Fördergerüst über Schacht 7 des Bergwerks Erin mit seinem weithin sichtbaren Schriftzug liegt nahe am Stadtzentrum und prägt das Stadtbild Castrop-Rauxels. Es wurde inzwischen restauriert und ist heute Wahrzeichen eines neuen Dienstleistungs- und Gewerbezentrums auf dem ehemaligen Zechengelände.

Das Gelände wurde als Park nach irischen Landschaftsbildern gestaltet und erinnert so an den Gründer des Bergwerks Erin: den Iren William Thomas Mulvany, der in den 1850er Jahren seine Heimat verließ, um im westfälischen Steinkohlenbergbau eine neue, erfolgreiche Karriere zu beginnen.
(Quelle: route-industriekultur.de)
ERIN I

ERIN II
Nachdem Mulvany in Gelsenkirchen und Wanne-Eickel bereits zwei Zechen, Hibernia und Shamrock, gegründet hatte, erwarb er 1866 umfangreiche Grubenfelder in Castrop-Rauxel und legte hier eine weitere Zeche an. Er gab ihr den Namen Erin - das keltische Wort für Irland. 1867 nahm die Zeche bereits die Förderung auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, hervorgerufen durch starke Wassereinbrüche in den 1870er Jahren, entwickelte sich das Unternehmen erfolgreich.

Das Fördergerüst über Schacht 7, das als einziges Überbleibsel auf dem Gründungsstandort erhalten blieb, ist noch jung und stammt aus den 1950er Jahren. Die Zeche hatte den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden und um die starke Nachfrage nach Kohle in den Nachkriegsjahren zu nutzen, wurde Erin weiter ausgebaut: 1948 wurde Schacht 6 zur Bewetterung und 1953 Schacht 7 in Betrieb genommen. Durch ihn gelangte ab 1963 die gesamte Erin-Förderung ans Tageslicht. Nach der Stilllegung am 23.12.1983 wurde das Zechengelände ab 1985 in einen Gewerbepark umgestaltet.
(Quelle: route-industriekultur.de)

ERIN II

ERIN III
Eng verbunden mit der Geschichte des Ruhrgebiets und insbesondere mit der Geschichte der Zeche Erin ist der irische Unternehmer William Thomas Mulvany (1806-1885).

Mulvany wird in der Nähe von Dublin geboren. Nach einer überaus erfolgreichen Karriere bei der irischen Kanalbaugesellschaft sieht er 1852 die Möglichkeit, sich im aufstrebenden Ruhrgebiet als selbständiger Unternehmer zu betätigen. Mulvany, eine schillernde Persönlichkeit im Ruhrgebiet der Gründerzeit, gibt seinen Zechen Namen, die seine Liebe zum irischen Vaterland widerspiegeln. 1854 gründet er in Buer die "Bergwerksgesellschaft Hibernia AG", der er den lateinischen Namen seiner Heimat gibt. 1855 wird mit dem Abteufen des Schachtes begonnen. Die ungewöhnlich kurze Teufzeit ist durch die Abstützung der Schachtwände mit den neu erfundenen Tübbing-Ringen möglich, mit deren Hilfe auch unter schwierigen geologischern Bedingungen Schächte niedergebracht werden können. Bereits im Jahr 1856 wird auch der erste Schacht seiner Zeche "Shamrock" in Wanne-Eickel niedergebracht, die er nach dem Symbol Irlands benennt, dem Kleeblatt.
ERIN III

ERIN IV
Um das dreiblättrige Kleeblatt seiner Bergwerke zu vervollständigen, erwirbt Mulvany zwischen 1858 und 1866 umfangreiche Bergfelder, die er 1867 in der Zeche "Erin" zusammenführt. Der Name geht auf die gälische Bezeichnung für die "Grüne Insel" zurück. Die allgemeine Wirtschaftskrise, die 1873 dem Boom nach dem gewonnenen Krieg 1870/71 folgt, sowie Probleme auf "Erin" bringen die Muttergesellschaft "Hibernia" in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Zudem gibt es eine stark nationalistische Tendenz unter den deutschen Unternehmern, die ausländisches Kapital aus dem Ruhrgebiet verdrängen wollen. So wird schließlich auch die "Hibernia", und mit ihr die Zeche "Erin", an die "Gelsenkirchener Bergwerks AG" (GBAG) verkauft, die in der Folge zum größten Bergwerkskonzern des Ruhrreviers wird.

Nach dem Rückzug aus der Hibernia AG wendet sich Mulvany der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik zu. Er wird 1871 Vorsitzender des "Vereins zur Wahrung der Interessen rheinischer und westfälischer Unternehmer im Rheinland und Westfalen", den der Reichskanzler Bismarck immer nur den "Langnamverein" nennt. Wichtige Zielsetzung des Vereins ist die Einführung von Schutzzöllen gegen billige Roheisenimporte.

Mulvany stirbt 1885 hoch geehrt in Düsseldorf. (Quelle: route-industriekultur.de)
ERIN IV

Wuppertaler Schwebebahn

Wuppertaler Schwebebahn I – Bahnhof Vohwinkel
Die Wuppertaler Schwebebahn ist ein kurioses Massenverkehrssystem, das für Wuppertal zu einem besonderen Identifikationspunkt geworden ist. Die Gesamtlänge der Wuppertaler Schwebebahn beträgt etwa 13,3 Kilometer. Zehn Kilometer der durchgehend zweigleisigen Strecke liegen über der Wupper, die restliche Strecke verläuft über Straßen, wobei am Sonnborner Kreuz auch die A 46 gequert wird.

Ende des 19. Jahrhunderts waren die Städte im Wuppertaler Gebiet zu einer Großstadt von annähernd 400.000 Einwohnern zusammengewachsen. Entstanden war eine Gewerbestadt, deren Industrialisierung – im Gegensatz zu den Städten des Ruhrgebiets – schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasant eingesetzt hatte. Schon vor der Mitte des Jahrhunderts war die Talsohle der Wupper vollständig bebaut, die Verkehrswege waren dabei für Kutschen und Fußgänger gebaut worden. Für Straßenbahnen boten die Straßen der Wupperstädte wenig Platz, was zu zahlreichen Stauungen führte. Schnellere Verbindungen in Form von Eisenbahnen ließen sich nur in der Hanglage realisieren. Deshalb stellte sich mit steigendem Verkehr und höheren Geschwindigkeitsansprüchen die Frage nach einem geeigneten Transportmittel, das vor allem die Platzfrage lösen musste.

Aufgrund der geologischen Verhältnisse war ein U-Bahn-Bau nicht möglich. Der Untergrund ist sehr felsig und enthält sehr viel Grundwasser. Während andere Städte um diese Zeit U-Bahnen bauten, schied diese Variante im Tal der Wupper sehr schnell aus.

Die Topographie des Wuppertals ließ eine mehr als 15 Kilometer lange Bandstadt mit Höhendifferenzen von ca. 200 Metern entstehen. Da sich alle wichtigen Zentren, Unternehmen und dichter bebauten Wohnviertel in unmittelbarer Nähe zur Wupper befanden, konnte ein aufwändig zu bauendes und kostenintensiv zu betreibendes Verkehrssystem entlang des Flusses wirtschaftlich betrieben werden. Komplizierte Kreuzungen mussten nicht geplant werden, es genügte die verwirklichte Stammstrecke.

Die Schwebebahn stellte nach ihrer Erbauung ein nicht zu unterschätzendes Aushängeschild dar, das die Innovation des Standortes Wuppertal unterstrich. In der Folgezeit trug es als Identifikationsobjekt erheblich zur Bildung einer gemeinsamen Stadt Wuppertal aus den ehedem zerstrittenen Teilstädten bei.

Die Wuppertaler Schwebebahn gilt seit mehr als einem Jahrhundert als das sicherste Massenverkehrsmittel der Welt

Technische Daten:
Streckenlänge: 13,3 km
Stromsystem: 600 V =
Maximale Neigung: 40 ‰
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
mittlere Reisegeschwindigkeit: 26,6 km/h
Gesamtfahrzeit: 28-30 min
Konzession: 31.10.1896
Baujahre: 1898-1901
Eröffnung 01.03.1901
(Quelle: wikipedia)


Wuppertaler Schwebebahn I – Bahnhof Vohwinkel

Zzzooommm - Wuppertaler Schwebebahn
Wuppertaler Schwebebahn Station Kluse/Schauspielhaus

Am 26. März 1999 fand die Neueröffnung der Station „Kluse/Schauspielhaus“ statt.
Nach der kompletten Zerstörung im Krieg wurde die Station erst 1999 neu errichtet. Sie erschließt die Kulturinsel mit dem Schauspielhaus und dem Großkino. Wer ebenerdig unter das Dach tritt, erlebt die gesamte Hallenkonstruktion. Die Bahnsteige schweben fast frei im Raum, der Blick geht hinauf auf die Schwebebahn und das Fahrgerüst. Das Tageslicht wird durch die Konstruktion nach unten gefiltert – unten fließt die Wupper. Dieses Erlebnis bietet keine der anderen Haltestellen. Schon vom Eingang aus sieht man die Schwebebahn. Die Treppen sind jeweils links und rechts dem Eintretenden zugewandt und folgen den polygonal aufschwingenden Dachkonturen. Die Station stellt das Gesicht der modernen Schwebebahn dar und ist auf vielen Broschüren und Reiseführern abgebildet (Architekten: Bernward von Chamier und Francisco Molina). (quelle: wikipedia)
Zzzooommm - Wuppertaler Schwebebahn

Camera Obscura

Camera Obscura I
Die größte begehbare Camera Obscura der Welt.

Der Wasserturm wurde 1904 am Rande des Reichsbahnausbesserungswerk Mülheim-Speldorf zur Versorgung der Lokomotiven im nahen Ringlokschuppen und auf der Unteren Ruhrtalbahn errichtet. Das Bahnbetriebsgelände wurde 1943 bei einem Fliegerangriff fast vollständig zerstört, doch der Wasserturm blieb unbeschädigt.
In seiner Wasserkuppel wurde zur Landesgartenschau "MüGa" 1992 nach einer Idee von Prof. Werner Nekes die größte begehbare Camera Obscura der Welt installiert. Die Technik stammt von der Firma Carl Zeiss Jena und finanziert wurde das 250.000 € teure Projekt komplett über Spenden.
Mit der Camera Obscura ist ein 360° Rundumblick über das Gelände der Gartenschau und die Ruhrpromenaden möglich. Auf dem Projektionstisch können alle Objekte in einer Entfernung von 13 m bis zum Horizont scharf abgebildet werden.


Die Optik besteht aus einem drehbaren Kopf mit kippbarem Spiegel und Objektiv
Der Spiegel hat einen freien Durchmesser von 300 mm
Das Objektiv ist ein fokussierbares 3-linsiges System mit einer Öffnung von 40 mm und einem Öffnungsverhältnis 1:65
Der Abstand vom Objektiv bis zum Projektionstisch (Schnittweite) beträgt 9 m
Objekt- und Bildwinkel betragen jeweils 8º
(Quelle: wikipedia)

Camera Obscura I

Camera Obscura II
Die Camera Obscura (lat. camera „Gewölbe“; obscura „dunkel“) ist ein dunkler Raum oder Behälter, in die durch ein kleines Loch Licht hineinfallen kann. In dem Loch kann unter Umständen eine Sammellinse angebracht sein; fehlt diese, so spricht man von einer Lochkamera. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht ein auf dem Kopf stehendes Abbild. Diese Projektion kann betrachtet oder aufgezeichnet werden. Das Bild ist sehr lichtschwach und es kann nur bei ausreichender Abdunkelung der Umgebung beobachtet werden. Dies geschieht zum Beispiel durch ein Tuch, das das Umgebungslicht außerhalb der halbtransparenten Rückwand abhält. Oder der Beobachter begibt sich selbst in die Kammer, wobei die Adaption des Auges an die Dunkelheit die Beobachtung erleichtert.

Das Prinzip erkannte bereits Aristoteles (384–332 v. Chr.) im 4. Jahrhundert v. Chr. In der apokryphen Schrift Problemata physica wurde zum ersten Mal die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden Bildes beschrieben, wenn das Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt.

Erste Versuche mit einer Lochkamera hat der Araber Alhazen bereits um 980 angestellt.

Vom Ende des 13. Jahrhundert an wurde die Camera obscura von Astronomen zur Beobachtung von Sonnenflecken und Sonnenfinsternissen benutzt, um nicht mit bloßem Auge in das helle Licht der Sonne blicken zu müssen. Roger Bacon (1214–1292 oder 1294) baute für Sonnenbeobachtungen die ersten Apparate in Form einer Camera obscura.

Leonardo da Vinci (1452–1519) untersuchte den Strahlengang und stellte fest, dass dieses Prinzip in der Natur beim Auge wieder zu finden ist.

Nachdem es im Mittelalter gelang, Linsen zu schleifen, ersetzte man das kleine Loch durch eine größere Linse. Diese verbesserte Kamera beschrieb 1568 der Venezianer Daniele Barbaro in seinem Werk La pratica della prospeltiva. Ein solches Gerät scheint auch Johannes Kepler bekannt gewesen zu sein.

Im Jahre 1686 konstruierte Johann Zahn eine transportable Camera obscura. Ein Spiegel, der im Winkel von 45 Grad zur Linse im Inneren der Kamera angebracht war, projizierte das Bild nach oben auf eine Mattscheibe, wo es bequem abgezeichnet werden konnte. Deshalb wurde die Camera Obscura von Malern vor der Fotografie gern als Zeichenhilfe genutzt. Man konnte in ihr die Landschaft auf Papier abmalen und dabei alle Proportionen richtig wiedergeben. Bekanntestes Beispiel ist der Maler Canaletto mit seinen berühmten Gemälden von Dresden und Warschau.
(Quelle: wikipedia)
Camera Obscura II

Camera Obscura III
Camera Obscura III

Malakoff-Turm Prosper II

Malakoff-Turm Prosper II
Unter den erhaltenen Malakofftürmen des Ruhrgebietes ist der steinerne Koloss auf der Schachtanlage Proper II an der Knappenstraße in Bottrop einer der aufwändigsten Schachttürme, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden. Dieser Malakoff-Turm ist der einzige erhaltene Turm, der durch ein eingezogenes Strebengerüst ergänzt wurde.
Der Initiative der Historischen Gesellschaft Bottrop ist es zu verdanken dass dieses einzigartige Industriedenkmal erhalten geblieben ist. Bis 1968 diente der Schacht als Hauptförderschacht; danach wurde er noch für die Seilfahrt und Materialförderung genutzt. 1987 wurde die Kohleförderung des Bergwerks durch den in unmittelbarer Nähe auf der Schachtanlage endenden "Förderberg" ersetzt. Der Schacht Prosper II wurde stillgelegt und konnte verfüllt werden. Ungenutzt war der Turm dem schnellen Verfall ausgesetzt. Um den weiteren Verfall zu stoppen, entwickelte die Historische Gesellschaft Bottrop - ein Konzept zum Erhalt und einer neuen Nutzung. Angestrebt war die Wiederherstellung des äußeren Erscheinungsbildes bei voller "Ablesbarkeit der ehemaligen industriellen Nutzung". Mit Hilfe des Landes - mit der Maßgabe 10prozentiger Beteiligung der Initiatoren (Historische Gesellschaft) an den Gesamtkosten - erfolgte ab etwa Mitte der 1990er-Jahre die Restaurierung, die 2004 abgeschlossen war. (Quelle: historische-bottrop.de)

Malakoff – Name und Architektur?
Benannt sind die Türme aufgrund ihrer massiven Bauweise nach dem Fort Malakow, einer Befestigung bei Sewastopol in Russland, die 1855 im Krim-Krieg belagert wurde. Der Krimkrieg war der erste Krieg, bei dem eine umfangreiche Kriegsberichterstattung erfolgte. Nur so ist es zu erklären, dass in diesem Zeitraum im Ruhrgebiet zur Kohleförderung gebaute Türme Malakow-Turm genannt wurden. Bemerkenswert ist, dass die Ähnlichkeit mit den Türmen des Fort Malakow streng genommen gering war: die Türme der Festung waren nämlich rund und deutlich niedriger als die Fördertürme.
Die Architektur der Malakoff-Türme im Bergbau wurde von den englischen Ingenieuren importiert die sie erbauten. Die englischen Ingenieure orientierten sich stilistisch an Schlösser ihrer Heimat.
Malakoff-Turm Prosper II

Malakoff-Turm Prosper II (mit Tor)
Malakoff-Turm Prosper II -2

Malakoff-Turm Prosper II - Detail
Malakoff-Turm Prosper II -3

Das Geleucht

Geleucht I
Das größte Montankunstwerk der Welt. Vom Künstler Otto Piene stammt die Lichtinstallation "Geleucht". Sie taucht die Halde Rheinpreussen in Moers jeden Abend in glutrotes Licht. Das 30 m hohe, stählerne Kunstwerk in Form einer Davy-Lampe wiegt 90 Tonnen und ist mit 61 Beleuchtungskörpern so ausgestattet, dass der gesamte Außenkörper erstrahlt. Der stählerne Leuchtturm steht auf acht Großbohrpfählen. Mehr als 20 Tonnen Betonstahl und 90 Kubikmeter Beton wurden verbaut. (Quelle: idruhr.de, zinkpower.com)
Das Geleucht I

Geleucht III
Das Geleucht III

Henrichshütte Hattingen II

Henrichshütte - Hattingen I
Die vor 150 Jahren gegründete Henrichshütte steht für den Beginn, die Blüte und den Niedergang der Schwerindustrie im Ruhrgebiet.

Graf Henrich zu Stolberg-Wernigerode suchte Mitte des 19. Jahrhunderts einen neuen Standort für ein eisenproduzierendes Werk. Die Kohlen- und Spateisenflöze sowie die Ruhr als Transportweg und der Sprockhöveler Bach als Antriebsquelle für mechanische Maschinen waren attraktive Standortvorteile, die zu kräftigen Investitionen in den Bau der Hütte führen, deren Hochofen I 1855 angeblasen wurde. Die zunächst positiv beurteilten Standortfaktoren erweisen sich aber in großen Teilen als Hemmnisse. Die Ruhr ist wegen häufiger Hochwasser und extrem unregelmäßigen Wasserstands für die Schifffahrt wenig geeignet. Mit dem Gleisanschluß der Hütte an die Ruhrtalbahn 1869 wird die Ruhrschifffahrt aufgegeben. Außerdem sind die Eisenerzvorkommen in der Region sind völlig überschätzt worden und reichen schon 1870 nicht mehr zur Deckung des Bedarfs der Henrichshütte aus. Das Eisenerz wird danach zunächst aus dem Siegerland bezogen, später aus Schweden und anderen Kontinenten.

Die Henrichshütte ist schon immer ein gemischter Betrieb gewesen. Neben dem in den Anfangsjahren noch selbst betriebenen Erz- und Kohlenabbau finden sich auf dem Werksgelände die Roheisen- und Stahlproduktion, eine Kokerei sowie Gießereien, Walzwerke und weitere Verarbeitungsbetriebe. Von der Eisenerzeugung bis zur Fertigproduktherstellung findet in der Henrichshütte alles "unter einem Dach" statt. Während des Ersten Weltkrieges umfaßt die Produktion vor allem Kriegsgeräte bis hin zu Flugzeug- und U-Boot-Teilen. Ansonsten werden Teile für den Eisenbahn- und Walzwerksektor sowie Kesselbleche produziert.

Als Standort für die Vollkriegsproduktion ist Hattingen am Ende des Zweiten Weltkrieges besonders von alliierten Luftangriffen betroffen, was zur fast vollständigen Zerstörung der Henrichshütte führt. Nach dem Wiederaufbau kommt es zu zahlreichen Spezialisierungen in der Produktpalette: Reaktordruckgefäße, Bohrinselteile, High-Tech-Magneten für die Kernforschungsanlage in Jülich und das Synchrotron in Hamburg - um nur eine Auswahl zu nennen. Der Absatzmarkt befindet sich nicht nur im Inland. In alle Welt wird exportiert. Mit fast 11.000 Beschäftigten erreicht die Henrichshütte in den 1950er Jahren ihre Blütezeit. Und der Flächenbedarf wächst. 1959 wird deshalb die Ruhr verlegt.
(Quelle: route-der-industriekultur.de)

Henrichshütte Hattingen I

Henrichshütte - Hattingen II
Ab 1963 beginnen die ersten Stillegungen auf dem Gelände der Henrichshütte. 1987 wird der letzte Hochofen gegen den Widerstand der Bevölkerung ausgeblasen. Neben der Schwächung des Stahlsektors durch die Stahlkrise und die Konkurrenz aus Japan und den USA ist der Standort der Henrichshütte ein wesentlicher Grund für die Stillegung. Durch die Lage im Binnenland und fehlendem eigenen Hafen bedarf es mehrerer Umschläge beim Hin- und Rücktransport von Rohmaterial und Produkten.

Der Hochofen II wurde 1988/89 von chinesischen Arbeitern in seine Einzelteile zerlegt und in China zur Produktion wieder errichtet. Der zentrale Bereich um den Hochofen III fiel jedoch nicht dem Abriß zum Opfer und wurde 1989 als Standort in das Westfälische Industriemuseum aufgenommen. Die harte Arbeit und das Leben der nach der Stillegung niedergeschlagenen Arbeiter wird im Eisenhüttenmuseum gewürdigt - die Bedeutung der Henrichshütte für Hattingen als Identifikations- und Symbolobjekt läßt sich so vielleicht wieder vage erahnen.

Der Hochofen 3 ist das größte Ausstellungsstück der industriegeschichtlich bedeutenden Anlage. Zum Hochofen mit Winderhitzern und Maschinenhaus gehören Erz- und Koksbunker sowie Transportbänder, die seiner Beschickung dienten. Heute kann man als Besucher den "Weg des Eisens" gehen und den Hochofen besteigen. Hierbei erzählen Zeitzeugen in Ton und Bild ihre Geschichte vom Arbeiten und Leben mit Eisen und Stahl.
(Quelle: route-der-industriekultur.de)

Henrichshütte Hattingen II

Hochofen Henrichshütte Hattingen II
Hochofen Henrichshütte Hattingen II

Zeche Nordstern

Zeche Nordstern – Schacht I und II
Geschichte der Zeche Nordstern - Teil 1
Die erstmals 1840 erfolgreiche Bohrung nach Kohle bedeutet einen Wendepunkt in der agrarisch geprägten Gegend. Es dauert allerdings noch 27 Jahre, bis 1867 mit der Kohlenförderung begonnen wird. Das neue Bergwerk bekommt einen besonderen Namen: Nordstern heißt die Zeche, die erste nördlich der Emscher. Der Name ist zugleich Zeuge für die Nordwanderung des Bergbaus. Mit Fertigstellung der Zechenanschlussbahn an die 1847 gebaute Köln-Mindener-Eisenbahn in Altenessen nehmen die Landschaftsprägenden Kräfte des Bergbaus ihren uneingeschränkten Lauf.

1952 sehen wir den Höhepunkt des Industrialisierungsprozesses, der Ende des 19. Jahrhunderts im gesamten Ruhrgebiet mit ungeheurer Dynamik einsetzt: Horst erlebt eine Bevölkerungsexplosion. Leben hier 1895 noch 5000 Menschen, so sind es 1910 über 20 000. Entsprechend vollzieht sich nördlich der Zeche - erkennbar an dem rechtwinkligen Straßennetz - ein enormer Zuwachs an Wohnsiedlungen. Der freie Fluss der Emscher muss unter dem Druck der Industrialisierung weichen - schon seit 1906 fließt sie eingedeicht und begradigt zum Rhein. Ein dichtes Netz von Eisenbahnen erschließt die Zechen- und Industriestandorte. Der 1914 eröffnete Rhein-Herne-Kanal bringt der Zeche Nordstern den billigen Wasserstraßenanschluss. (Quelle: route-der-industriekultur.de)

Zeche Nordstern – Schacht I und II

Zeche Nordstern – Schacht II
Geschichte der Zeche Nordstern - Teil 2
Die Inbetriebnahme der von dem berühmten Industriearchitekten Fritz Schupp 1928 gebauten Zentralkokerei stellt einen großen Wachstumsschub dar. Im Verbund mit der Kohle entwickelt sich die chemische Industrie. 1939 ist die Gelsenberg Benzin AG mit der Erzeugung von Kraftstoffen aus der Kohlehydrierung ein wichtiger Baustein nationalsozialistischer Autarkiepolitik. Nach dem II. Weltkrieg arbeitet das Werk als Raffinerie der VEBA Öl AG auf Basis von Erdöl.

Trotz der zunehmenden Bedeutung des Öls erlebt die Zeche im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs in den 50er Jahren eine erneute Blüte. Davon zeugt die ebenfalls von Fritz Schupp in dieser Zeit durchgeführte Modernisierung, die das Bild der Zechengebäude heute prägen. Mit der Kohlenkrise in den 60er Jahren werden die umliegenden Schachtanlagen stillgelegt bzw. in Verbundbergwerke eingegliedert - so auch die Zeche Nordstern 1984 mit Zollverein und nach dessen Stilllegung 1986 mit Consolidation. Mit dem Abriss der Kokerei 1970 wird auch eine Industrieanlage zerstört, die in ihrer Parallelität der zwei Koksofenbatterien einzigartig ist.

Als die Zeche 1993 schließen musste, war sie der südlichste Betrieb des mittlerweile nordwärts gewanderten Bergbaus. (Quelle: route-der-industriekultur.de)

Zeche Nordstern – Schacht II

Zeche Nordstern – Vollmond I
Geschichte der Zeche Nordstern – Teil 3
Zum ersten Mal fand eine Bundesgartenschau 1997 auf einem ehemaligen Zechengelände statt. Das Besondere: Hier findet man die Bergbau-Vergangenheit nicht vertuscht, sondern mit in die Gestaltung einbezogen und stolz präsentiert. Geländeformen, die durch Aufschüttung entstanden, sind erhalten geblieben und verfremdet worden, wie z.B. die "Pyramide", ein geometrisch geformter Hügel. Auch nach dem Ende der BUGA bleibt der neue Landschaftspark für die Öffentlichkeit zugänglich, ebenso die neue Freilichtbühne am Rhein-Herne-Kanal.

Der denkmalwürdige historische Baubestand ist heute Teil des neu entstandenen Gewerbe- und Wohnparks Nordstern, der durch Neubauten ergänzt wurde. Wer sich nach einem Spaziergang durch den Park und Besichtigung der alten und neuen Bebauung erfrischen möchte, findet Speis und Trank im ehemaligen Magazin. (Quelle: route-der-industriekultur.de)

Zeche Nordstern – Vollmond I

Zeche Nordstern – Vollmond II
Nordstern Heute
Da die feste Nutzung des Geländes nach der BUGA 1997 nicht weiter konkretisiert werden konnte, nutzte Karl Ganser das Prinzip eines Entwurfseminars. Gemeinsame Basis des Seminars war der preisgekrönte Entwurf, der den gestalterischen Rahmen auch für die spätere Nutzung der bestehenden und noch zu entwerfenden Hochbauten darstellte. Die Teilnehmer an dem Seminar setzten sich aus Vertretern der Stadt Gelsenkirchen, der BUGA und sechs Architekturbüros zusammen. Dabei wurden die jeweiligen Gebäude typisiert und grob das entsprechende Nachfragepotential eingeschätzt.
So sind heute in der Lohnhalle/Verwaltung (1953) und Waschkaue (1947) die Büros zu mehr als 80% vermietet. Im Magazin (1947) befinden sich Büros, Gastronomie und die große Modelleisenbahnanlage. Das Fördergerüst (1951), der Förderturm und die Sieberei werden im Jahr 2000 als Verwaltungsgebäude der THS umgebaut. In der Werkstatt und der Schreinerei (jeweils 1926 erbaut) befinden sich Handwerksbetriebe und Dienstleister. (Quelle: uni-essen.de/~gpo202/denkmal/nordstern.htm)

Zeche Nordstern – Vollmond II

Zeche Nordstern – Vollmond III
Zeche Nordstern – Vollmond III

Kontorhaus

Kontorhaus - Duisburg I
Das Kontorhaus war das erste Zeichen für eine Veränderung im Innenhafen: Der unansehnlich wirkende "Kasten" neben der Schwanentor-Brücke wurde ein Vorzeigeprojekt für den Wandel des Innenhafens zu einem modernen Dienstleistungsstandort. Dabei musste das einst von der Firma Lehnkering & Cie erbaute Speichergebäude im Sinne des Denkmalschutzes behandelt werden. Das waren nicht nur die Denkmalpfleger dem markanten Bauwerk schuldig. Lehnkering hat seit über 100 Jahren die Geschicke des Duisburger Hafens und vor allem den Innenhafen durch seine Speicher und Verwaltungsgebäude geprägt. Firmengründer Carl Lehnkering ließ 1886 neben der Schwanentor-Brücke ein hölzernes Getreidelager errichten, das nach zwei Jahren die erste Aufzugsanlage und einen sechsgeschossigen, massiven Speicheranbau erhielt. Die Anlage brannte 1889 ab und wurde 1913 erneuert. Der heute noch erhaltene Speicherbau wurde 1914 in Betrieb genommen. Der Zweite Weltkrieg hinterließ Spuren an Turm, Dächern und Obergeschossen. Erst 1954 war der Wiederaufbau abgeschlossen.

Die Metallgesellschaft Frankfurt begann 1993 mit dem Umbau des Speichers in ein Büro- und Dienstleistungsgebäude, dem heutigen Kontorhaus, das zwei Jahre später im neuen Glanz erstrahlte und seitdem Platz für rund 380 Arbeitsplätze bietet. Um die technischen und räumlichen Voraussetzungen für einen modernen Bürobetrieb zu schaffen, wurde die Rückfassade des Gebäudes in Abstimmung mit den Denkmalschützern aufgeschnitten und weiträumig geöffnet. So konnte das Tageslicht auch den Innenbereich erhellen. Darüber hinaus entstand ein attraktiver, geschützter Hofbereich, der begrünt wurde. (Quelle: innenhafen-portal.de)
Kontorhaus I

Kontorhaus - Duisburg II
Brotkorb des Ruhrgebiets
Im Zuge der Weiterentwicklung der Bergbautechnik sank deren Raumbedarf. Da gleichzeitig aber immer mehr Menschen im Einzugsgebiet durch den aufstrebenden Bergbau und die Montanindustrie zu versorgen waren, nahmen die Getreidemühlen und -silos mit ihren markanten Speichergebäuden an vielen Stellen ihren Platz ein. So entstand um 1900 im Innenhafen das Zentrum des deutschen Getreidehandels. Aus dieser Zeit rührt auch der Beiname des Innenhafens "Brotkorb des Ruhrgebiets". Der durch den Bau entstandene Wettbewerb mit den Ruhrorter Häfen führte 1905 zur Gründung einer gemeinsamen Verwaltungsgesellschaft

1860 erwirbt Wilhelm Vedder eine Liegenschaft zum Betrieb einer Mühle. Sein 1900 errichteter Erweiterungsbau ist heute unter dem Namen Küppersmühle bekannt. 1870 erstehen die Gebrüder Heuser ein Grundstück am Marientor, Carl Lehnkering, seit 1886 am Zollhafen ansässig, errichtet noch im gleichen Jahr ein Getreidelager am Schwanentor, 1885 erwirbt die Märkische Mühlen AG bzw. Rosiny Mühlen AG die Grundstücke, auf denen heute das Stadtarchiv und das Kultur- und Stadthistorische Museum stehen.

Auch reißen Feuersbrünste - hervorgerufen u.a. durch Staubexplosionen - immer wieder große Lücken in die Silo-Skyline des Innenhafens und bedrohen durch ihre unmittelbare Nähe zur City ständig die Innenstadt. So fällt 1913 der alte 6stöckige Lehnkering Speicher dem Feuer zum Opfer, 1933 geht der Speicher der Rheinisch-Westfälischen Speditionsgesellschaft, vormals Flechtheim, in Flammen auf. Großen Einfluss auf die Stadt hat 1929 der Brand des Mühlengebäudes der Firma Koch & Co am Schwanentor, das unmittelbar an die Altstadt grenzt. Nach dem Großbrand, der bis zum Rathaus vorzudringen droht, verweigert die Stadt aus Sicherheitsgründen den Wiederaufbau und denkt über Pläne nach, hier eine Uferpromenade in Form einer Hafenallee entstehen zu lassen.

Nach dem auch die Zeit der Getreidemühlen in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts abgelaufen war, weil Getreidehandel und Verarbeitungszentren der Internationalisierung der Märkte folgend an die Häfen der Nordsee zogen, büßte der Innenhafen seine wirtschaftliche Kraft endgültig ein. Hinzu kamen neue Anforderungen an Häfen. Lager- und Gewerbehallen prägten nunmehr die Nutzung. Das Areal verödete zunehmend. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts drohte den alten Getreidespeichern sogar der Abriss. Dies wurde von einer Bürgerinitiative jedoch verhindert. Bereits in den 70er Jahren begann das Nachdenken über die Folgenutzung der Flächen und Großbauten. Das Gelände gehörte zu dieser Zeit noch der Duisburg Ruhrorter Hafen AG und die Gebäude privaten Eigentümern.

Das Gebiet versperrte der Duisburger City den Zugang zum Wasser, da es die Innenstadt nach Norden hin abschließt. Das sollte sich erst in den 1980er Jahren mit der Errichtung von modernen Wohnhäusern unter anderem entlang der Stadtmauer ändern. Es entstand ein Stück "Promenadenpark", der zeigte, wie attraktiv ein Stadtteil am Hafen sein kann. Allerdings fehlte eine Gesamtkonzeption für das alte Industrieareal. Mit der Stahlkrise der 80er wurde der Strukturwandel des Ruhrgebietes erforderlich. Dieser machte neue Wege der Stadtplanung notwendig. Im Rahmen der IBA begann die weitere Umgestaltung des Innenhafengeländes. Als eines der ersten Projekte wurde für den Duisburger Innenhafen ein Wettbewerb ausgeschrieben, um hier einen Gewerbe-, Dienstleistungs- und Wohnstandort zu entwickeln. Den Zuschlag bekam Sir Norman Forster (zusammen u.a. mit der nordrheinwestfälischen Landesentwicklungsgesellschaft LEG), der einen preisgekrönten Masterplan vorlegte, dessen Verwirklichung 1992 vom Rat der Stadt Duisburg beschlossen wurde. Für die Umsetzung des Konzeptes wurde 1993 die Innenhafen Duisburg Entwicklungsgesellschaft mbH (DIE) gegründet, an der das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Duisburg zu gleichen Teilen beteiligt sind. Sie residiert im Hafenforum, das mit seinem interessanten alten hölzernen Trägerwerk von Sir Norman Foster umgestaltet wurde.
(Quelle: flaechennutzung.nrw.de & innenhafen-portal.de)
Kontorhaus II

Westpark – Wasserwelt

Westpark – Wasserwelt I
Am Freitag (26. Oktober 2007) eröffneten Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Eckhard Uhlenberg, NRW-Minister für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Dr. Rolf Heyer, Geschäftsführer der LEG Stadtentwicklung die neue Wasserwelt.
Die zentralen Wasserbecken blieben weitestgehend in der ursprünglichen Form erhalten. Die Wasserkreisläufe wurden durch eine neue, unterirdische Pumpstation ergänzt. Die Beleuchtung steht in engem Zusammenhang mit der Freianlagenplanung. Neben der bereits in weiten Teilen des Parks realisierten Vegetationsbeleuchtung werden nun auch die Kühltürme und andere Gebäudeteile sowie Skulpturen illuminiert. Im unteren Bereich leuchtet ein warmes orange, weiter oben erstrahlt ein kaltes blau. Fördermittel des Ökologieprogramms Emscher-Lippe haben den Umbau der ehemaligen Kühl- und Kläranlage zur Wasserwelt ermöglicht. Die Gesamtkosten des Umbaus der Kühl-und Kläranlage belaufen sich auf rund 7 Millionen Euro. (Quelle: Stadt Bochum - Presse- und Informationsamt)
Westpark – Wasserwelt I

Westpark - Wasserwelt II
Die Historie des Areals:
Das Potential der Fläche liegt in den vorgefundenen topografischen Strukturen, den Hinterlassenschaften der industriellen Nutzung, die das Grundgerüst der Parkgestaltung bilden. Der Beginn der industriellen Nutzung des Standortes geht auf die Ansiedlung der Mayerschen Gußstahlfabrik an der Alleestraße im Jahre 1842 zurück. Hier wurden 160 Jahre lang Stahlprodukte von der Kirchenglocke über die Kanonenproduktion bis zum ICE-Radreifen hergestellt. Für den Werksfremden war das Areal die verbotene, unbekannte Stadt. 1968 sind die Hochöfen stillgelegt worden und 1985 das Stahlwerk. Nur im östlichen Teil des Gesamtareals wird noch mit Stahl gearbeitet (s. Bochumer Verein).

Die Vergangenheit des Geländes gliedert sich in Schichten. Gebäude- und Anlagenstrukturen bildeten jeweils die Basis einer neuen Schicht, die auf der vorhergehenden aufbaut. Die Schlacken, das Abfallprodukt der Hüttenindustrie und der für die Schwerindustrie erforderliche Massengütertransport trugen zur Gliederung der Fläche in ebene Niveaus in unterschiedlichen Höhenstufen bei. Die spannungsreiche Topographie des Geländes bildet den Hauptgestaltungsansatz des Westparks. Nach der Stilllegung der Produktion wurden fast alle Gebäude abgerissen, zurück blieb eine dicht mit Spontanvegetation überzogene Industriebrache.

Die industriearchitektonisch wertvollen Besonderheiten des Standortes sind die im Zentrum gelegene Jahrhunderthalle, der als Landmarke weithin sichtbare Wasserturm und das „Colosseum“, ein markantes Stützmauerbauwerk im südwestlichen Zugangsbereich des Parks. (Quelle: wikipedia)
Westpark – Wasserwelt II

Westpark - Wasserwelt III
Ein Kühlturm ist ein Bauwerk, in dem das in Kraftwerks- oder industriellen Prozessen erwärmte Kühlwasser rückgekühlt wird, indem die Wärme an die Umgebung abgegeben wird.

Zur Kondensation des Dampfes nach einer Kraftwerksturbine oder zur Kühlung von Prozessen werden erhebliche Mengen Kühlwasser benötigt. In einem großen Wärmekraftwerk können pro Stunde bis zu 100.000 Kubikmeter Wasser die Anlagenteile passieren. Da diese Anlagenteile äußerst empfindlich auf Verschmutzungen reagieren, muss das Kühlwasser zuvor gereinigt werden. Zu diesem Zweck werden Treibgutrechen und Filter verwendet, wobei die Filter in erster Linie einzelne Komponenten wie Kondensatoren und Wärmeübertrager schützen. Das Kühlwasser wird anschließend in einem Kühlturm oder auch einem Kühlteich soweit abgekühlt, dass es entweder in ein Fließgewässer abgegeben oder erneut im Kühlkreislauf verwendet werden kann. (Quelle: wikipedia)
Westpark – Wasserwelt III

Westpark - Wasserwelt IV
Mit dem Projekt "Innenstadt West" wurde eines der letzten großen Areale ehemals schwerindustrieller Nutzung in zentraler Lage Bochums wiedergewonnen. Eine jahrzehntelang für Werksfremde "verbotene Stadt" öffnet ihre Tore, ein zentrumsnahes Stadtquartier soll hier neu entstehen. Mit dem Bau des ringförmigen Stadtparks rund um die Jahrhunderthalle wurden mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt: Die Bewältigung der Bodenkontamination ist in das Gestaltungskonzept integriert, das durch die Industrieentwicklung belastete Standortimage wird durch den neuen Park aufgewertet und macht ihn interessant für Investoren, der öffentliche Park bietet den Aufsichtsrahmen auf eine Erlebnislandschaft mit der Jahrhunderthalle als Mittelpunkt und die umliegenden Wohnquartiere erhalten einen neuen Naherholungsbereich. Von den Hochpunkten des neuen Parks eröffnen sich zudem herausragende Fernsichten über das Bochumer Stadtgebiet.

Der 1999-2007 in mehreren Abschnitten entstandene Park ist die vorerst letzte Schichtung auf einem Terrain, auf dem zuvor 150 Jahre lang Roheisen und Stahl hergestellt wurde. Das Gelände wurde mehrfach drastisch überformt, Anlagen, Gebäude und Transportstrecken wurden gebaut, abgerissen und neu errichtet. Die Reststoffe, große Mengen an Schlacke, verblieben am Ort und wurden in Gründungen und Überdeckungen eingebaut. Nach dem Abriss der meisten Produktionsanlagen verblieb eine terrassierte Landschaft mit beeindruckenden Industriebauten. Über dem Niveau der Stadt von 70 m üNN folgen in 10 Meter Sprüngen zwei Höhenschichten. Wie ein Krater liegt im Zentrum die 80 m - Ebene auf der die Jahrhunderthalle, die ehemalige Kraftzentrale des Werks thront. Auf dieser Ebene befinden sich auch die 2007 entstandenen "Wasserwelten" der ehemaligen Klärteiche und Kühltürme mit einer spektakulären Nachtgestalt. Darüber, auf der 90 m - Ebene ein breiter Geländesaum, auf der sich früher im Norden die Hochöfen und im Süden das Siemens-Martin-Stahlwerk befanden. Steinerne Böschungen und weiche Geländemodellierungen verbinden die drei Niveaus. Der Entwurf des neuen Westparks präpariert die vorgefundenen Geländestruktur heraus, überhöht sie an einigen wenigen Stellen und verbindet mit Rampen, Treppen und Brücken. Von der U-Bahnstation "Bochumer Verein / Jahrhunderthalle Bochum" führt eine breite Treppenanlage hinauf auf die 90m-Ebene. Vom Wohngebiet und Parkplatz im Westen führt gelangt man über einen langen bequemen Anstieg zur Jahrhunderthalle auf das mittlere Niveau. Eine Brücke von 70 m Länge, die Nordpolbrücke, überspannt zwischen Nordpol und Colosseum das neue Tor zum Park.

Westpark – Wasserwelt IV

DASA Deutsche Arbeitsschutzausstellung

DASA (I)
Die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) ist ein 1993 gegründetes Museum in Dortmund und versteht sich als Lernort für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Mit einer interaktiven Ausstellung mit hohem Freizeit- und Erlebniswert stellt die DASA den Menschen mit seinen körperlichen, geistigen, sozialen und kulturellen Belangen in den Mittelpunkt. Mit ihrem Leitmotiv Mensch – Arbeit – Technik zeigt die DASA über den engeren Arbeitsschutz hinaus ein ganzheitliches Verständnis des Menschen in der Arbeitswelt. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die im Mai 2006 eröffnete und von Besuchern begehbare Virtuelle Fabrik.

Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßige Wechselausstellungen. Aktuell: Computer.Medizin

Die DASA ist auch ein Veranstaltungsort. So findet hier u. a. jährlich der DASA-Jugendkongress statt.

Die DASA ist eingebunden in die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und wurde 2000 als dezentraler Standort der Weltausstellung Expo 2000 mit 13.000 m² Ausstellungsfläche fertig gestellt. Die DASA ist ausgewählter Ort der Initiative Land der Ideen.

Die DASA wird geleitet von Dr. Gerhard Kilger, Direktor und Professor
(Quelle: wikipedia)

DASA – Deutsche Arbeitsschutzausstellung IV - 2007

DASA (II)
"Mensch, Arbeit, Technik" lautet das Motto der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA). Auf über 13.000 m² Ausstellungsfläche können die Besucher einen spannenden Ausflug in die Arbeitswelt von gestern, heute und morgen unternehmen. Anschaulich vermittelt die Ausstellung, welchen Belastungen der Mensch bei seiner täglichen Arbeit ausgesetzt ist und stellt Lösungen für besseres Arbeiten vor. Durch ihre spezifische Verbindung von klassischer Museumsgestaltung und moderner Ausstellungsdidaktik hat die DASA einen in der Museumslandschaft unverwechselbaren Stil entwickelt. Die Ausstellung veranschaulicht Themen und Inhalte des Arbeitsschutzes und der Arbeitsmedizin in szenischen Situationen, eingebettet in die Darstellung von Tätigkeitsfeldern aus unterschiedlichen Branchen.
Die DASA ist kein Museum im üblichen Sinne. Sie ist ein interaktiver Erlebnisort mit einer enormen Fülle an Exponaten, Experimentierstationen, Inszenierungen und multimedialen Portalen. Die Ausstellung lädt ein zum Ansehen, Anfassen, Ausprobieren und Staunen.
(Quelle: route-der-industriekultur)

DASA – Deutsche Arbeitsschutzausstellung II - 2007

DASA (III)
Zu den technikgeschichtlichen Attraktionen der DASA gehört dabei die Ausstellungseinheit "Im Takt der Maschine". Unsere Industriegesellschaft ist mit den Fabriken entstanden. Industrielle Arbeit findet überwiegend in Fabriken statt. Was Fabrikarbeit eigentlich bedeutet und welche Belastungen damit typischerweise verbunden sind - diesen Fragen geht die Ausstellung anhand eines klassischen Beispiels nach: einer Textilfabrik um 1900, die alle Elemente einer typischen Fabrik umfasst. Ausgangspunkt ist die Fabrikstraße. Sie vergegenwärtigt die Rolle von Zeit und Disziplin. Fabrikdisziplin und Zeitökonomie setzten sich mit der Industrialisierung durch; es begann ein Leben nach der Uhr und nach den Vorschriften der Fabrikordnungen, ein Leben "im Takt der Maschine".

Von der Fabrikstraße gelangt man in die einzelnen Räume der Fabrik. In der Kraftzentrale steht eine Dampfmaschine, die über Transmissionen Textilmaschinen im benachbarten Websaal antreibt. Der schöne Schein der Maschinenwelt, den die beeindruckende Technik vermittelt, lenkt auf den ersten Blick von Arbeitsschutzfragen ab. Ohne die extrem belastende Arbeit der Kesselheizer würde die Dampfmaschine jedoch nicht funktionieren. Ein Film am Ende des Raums schildert deren Arbeitsbedingungen. Im Websaal nebenan treibt die Energie der Dampfmaschine, über einen Generator in elektrischen Strom umgewandelt, drei mechanische Webstühle und einen Selfaktor (Feinspinnmaschine) an. Regelmäßige Vorführungen, ergänzt durch audiovisuelle Medien, machen Unfallgefahren, Staub, Lärm, Monotonie, Taktbindung und andere Belastungen erlebbar. Neben dem Websaal befindet sich das Kontor und die Meisterbude, die Vorläufer des Büros von heute. Ihre höhere Raumposition verweist auf die betriebliche Hierarchie. Über- und Unterordnung sind ebenso wie Arbeitsteilung ein Kennzeichen des Fabriksystems. Die Trennung der Produktion von der technischen und kaufmännischen Verwaltung schuf eine neue gesellschaftliche Schicht, die Angestellten. Ihre Arbeitsbedingungen, ihre soziale Lage und ihr gesellschaftlicher Status unterschied sie deutlich von den Arbeitern. Dennoch – aus heutiger Sicht erscheint die Büroarbeit von gestern keineswegs befriedigend. Fabriken haben in der Regel – heute durch die Arbeitsstättenverordnung bestimmt – Sozialräume. Im Sozialraum der Ausstellungsfabrik sind Spuren vom Alltagsleben der Arbeiterinnen und Arbeiter zu entdecken. In einem der Spinde, die viel Privates bergen, erzählt ein Weber in einzelnen Videogeschichten von seinem Leben und seiner Arbeit.

Die Straße der alten Fabrik führt weiter zum Roboter, dem Symbol der automatisierten Fabrik der Zukunft.
(Quelle: route-der-industriekultur)
DASA – Deutsche Arbeitsschutzausstellung III - 2007

DASA (IV)
DASA – Deutsche Arbeitsschutzausstellung IV - 2007

Villa Hügel

Villa Hügel I - Das "kleine" Haus
Sas Anwesen Hügel 1 im Essener Stadtteil Bredeney ist im Grundbuch der Stadt Essen als Einfamilienhaus eingetragen. Mit seinen 269 Räumen und 8100 m² Wohn- und Nutzfläche, herrlich gelegen in einem ca. 28 ha großen Park über dem Baldeneysee, ist die Villa aber weit mehr als nur ein Unternehmerwohnsitz – sie ist ein Symbol der Industrialisierung Deutschlands.

Direkt am Essener Stadtkern betrieb der junge Unternehmer Alfred Krupp die von seinem Vater im Jahre 1811 gegründete Gußstahlfabrik. Das die Familie Krupp auf dem Fabrikgelände wohnte, hatte zum Teil mit erheblichen Schwierigkeiten in den Anfangsjahren zu tun. Jedoch verlangte bald die ständig wachsende Fabrik und auch die damit verbundene steigende Außenwirkung des Unternehmens nach einem repräsentativen Familiensitz mit hoher Lebens- und Wohnqualität. 1864 verließ die Familie Krupp ihr "Gartenhaus" auf dem Fabrikgelände und bezog den Klosterbuschhof auf dem Gelände des späteren Hügels.

Nachdem weiträumige Ländereien rund um den Klosterbuschhof augekauft worden sind, gegannen Planungen hier den Wohnsitz für die jetzige und kommende Generationen der Familie Krupp zu errichten. Hügel, so Alfred Krupp, soll zu einem "Mittel zur Lebensverlängerung für mich und die meinen" werden. Die natürliche Umgebung garantierte ein ländlich geprägtes, naturverbundenes Leben. Dies möchte er kombinieren mit technischem Fortschritt und einem Höchstmaß an bequemer und sicherer Funktion des Hauses sowie dem Erfüllen von höchsten Ansprüchen auch zahlenmäßig großer Gesellschaften. Alfred Krupp entwarf mit der Villa Hügel ein Anwesen, welches die Form der Funktion unterwirft. Im April des Jahres 1870 erfolgt die Grundsteinlegung der Villa Hügel.

Der Bau schreitet zügig voran, jedoch sind die Arbeiten von immer neuen Schwierigkeiten überschattet. Im Dezember 1870 senkt sich infolge von Bergschäden ein Teil des Gebäudes um zwanzig Zentimeter. Der Boden über einem Stollen der ehemaligen Zeche Klosterbusch war unter dem Gewicht des neuen Baus eingebrochen. Alle Rückschläge werden jedoch gemeistert, und am 10.01.1873 bezieht die Familie ihr neues herrschaftliches Domizil
(Quelle: villahuegel.de, route-der-industriekultur.de)

Villa Hügel I

Villa Hügel II - Das "große" Haus
Das von den Zeitgenossen als "Schloß" wahrgenommene Anwesen entfaltete nach und nach seine allumfassende Funktionalität. Es zeigte sich bald, daß der Hügel viel mehr ist als lediglich das Wohnhaus einer Industriellenfamilie. Hügel war vielmehr ein eigenständiger Betrieb der Firma Krupp, dessen Aufgabe ist war, den repräsentativen Rahmen zu stellen und notwendige Dienste wie erstklassige Unterbringung, Unterhaltung und Bewirtung von Firmengästen zu garantieren.

Speziell für den Hügel an der Ruhr errichtete Werke sorgten bald für komfortable Versorgung mit Wasser, Gas und Elektrizität. Der große Gutsbetrieb Hügels mit Gärtnerei, Gewächshäusern und Stallungen lieferte frische Lebensmittel. Der Reiterhof, die weitläufigen Parkanlagen mit verzweigtem Wegenetz, die Sportstätten und der Forstbetrieb sorgen für größtmögliche Annehmlichkeit der Bewohner und Gäste. Ein 1890 eingeweihter Bahnhof und moderne Telekommunikationseinrichtungen stellen die Anbindung Hügels an die Gussstahlfabrik und die Außenwelt sicher.

Die vielschichtigen Aufgaben des Hügels waren nur mit einem genügend großen Stamm an Personal zu leisten . Auf Hügel arbeiteten 1914 bis zu 650 Menschen. Die Hierarchie der Mitarbeiter zeigten sich im Siedlungsmuster des Anwesens. Hohe Verwaltungsbeamte wohnen in Häusern nahe der Villa, während Arbeiter und andere Angestellte in der ab 1895 erbauten Kolonie Brandenbusch ein Zuhause finden.

1915 werden die letzten großen Umbauarbeiten an Park und Häusern abgeschlossen. Der Erste Weltkrieg stürzt den Krupp-Konzern in schwere wirtschaftliche Schwierigkeiten, und so unterbleiben weitere Investitionen in den Hügel. Von 1931 an zieht die Familie gar aus Sparsamkeit für einige Jahre vom Haupthaus in das Kleine Haus um.

Villa Hügel II

Villa Hügel III - Die Rückseite
Die Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis heute bringt die größten Umwälzungen auf dem Hügel. In den Wirren des Krieges dient die Villa als Fluchtstätte für ausgebombte Angehörige der Familie Krupp und als Auslagerungsort für Büros der Konzernleitung. Im April 1945 schließlich kommt das Aus für die Villa Hügel in ihrer Funktion als Wohnhaus der Familie Krupp. Die Alliierten verhaften den Firmenleiter Alfried Krupp von Bohlen und Halbach aufgrund der Verstrickungen des Unternehmens als Hauptwaffenproduzent für das Dritte Reich. Die britisch-amerikanische Kontrollkommission nimmt Einzug in die Gebäude. Bis zum Auszug im Jahre 1952 arbeiten hier 170 Alliierte und deren 1100 Mitarbeiter.

Im Jahre 1953 und nicht zuletzt auf Anregung des Krupp-Nachfahren Berthold von Bohlen und Halbach findet die erste große Ausstellung in der Villa Hügel statt. Zum ersten Mal ist das Gelände nicht mehr nur einem kleinen Kreis Ausgewählter zugänglich. Insgesamt 400.000 Menschen kommen auf den Hügel, sicherlich nicht nur, um die ausgestellten Kunstschätze zu sehen. Die Ausstellung nimmt den Wunsch von Bertha Krupp von Bohlen und Halbach vorweg, den Hügel der Allgemeinheit für Kunst, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung zu stellen. Im Jahre 1954 wird schließlich der von Krupp abgesicherte gemeinnützige "Hügel e.V." ins Leben gerufen. Dieser hat zum Ziel, die Villa Hügel zum Kulturzentrum des Ruhrgebietes werden zu lassen.

Zum 150-jährigen Jubiläum der Firma Krupp erfährt das Hügelgelände 1961 die letzten einschneidenden Änderungen. Der Park und Teile der Gartenanlagen werden grundlegend umgestaltet und verkleinert, einige Gebäude abgerissen. Aufgrund der weitreichenden Besitzungen Krupps ist das Gelände rund um die Villa kaum weiter bebaut worden.

Heute präsentiert sich die Villa Hügel im wesentlichen im Bauzustand von 1915 und ist somit Zeugnis für den gehobenen Wohnstil der damaligen Epoche. Die aus der Zeit von 1500 bis 1760 stammenden flämischen Wandteppiche stellen die bedeutendste Sammlung in deutschem Privatbesitz dar. Das kleine Haus beherbergt die Dauerausstellungen "Krupp heute" sowie die "Historische Sammlung Krupp" mit Dokumenten zur Firmen- und Familiengeschichte. Seit 1955 befindet sich hier auch das Historische Archiv Krupp. Der landschaftlich reizvoll auf den Ruhrhöhen über dem Baldeneysee gelegene Park mit botanischem Garten lädt zu Spaziergängen ein.
Villa Hügel III

Jahrhunderthalle Bochum

Jahrhunderthalle Bochum - Ruhr Triennale I
1902 fanden fast 12.000 Arbeiter Lohn und Brot beim Bochumer Verein. Im gleichen Jahr präsentierte der Bochumer Verein sich bei der Industrie- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf - der nationalen Form der Weltausstellung - mit einer riesigen Ausstellungshalle, der heutigen Jahrhunderthalle. Diese ist ein hervorragendes Beispiel für die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete Stahlkonstruktion. Das Besondere sind die als "Bogenbinder" ausgebildeten Träger. Auf der Düsseldorfer Ausstellung war die Halle mit viel Stuck im Zeitgeschmack verkleidet und gipfelte in einem 70 Meter hohen Glockenturm. Nach Ende der Austellung wurde die Halle demontiert und 1903 in Bochum wieder errichtet, allerdings ohne die opulenten Verzierungen und Glockenturm.

Die Halle diente ab 1903 als Gaskraftzentrale. Wie andere Hochofenwerke um die gleiche Zeit, wollte auch der Bochumer Verein zu einer intensiveren Nutzung der im Hochofen erzeugten Gichtgase übergehen. Diese wurden zur Erzeugung von elektrischem Strom und von Wind für den Hochofenbetrieb genutzt. Als im Ersten Weltkrieg die Stahlnachfrage steigt, wurde die Halle sowohl an der Ostseite durch einen Querflügel als auch an der Westseite durch eine Verlängerung vergrößert. Später folgten als Anbau noch drei Kesselhäuser und ein Gasgebläsemaschinenhaus sowie weitere Verlängerungen bis auf die heutige Größe von 158 Meter in der Länge, 34 Meter in der Breite und 21 Meter in der Höhe.

Nach der Restaurierung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park ist die Halle heute Kristallisationspunkt der "Innenstadt-West", die die Projektgemeinschaft aus Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und Stadt Bochum auf der Brache des ehemaligen Krupp-Geländes verwirklicht. Im Februar 2002 brachten Kulturminister Dr. Michael Vesper und Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold mit der Übergabe der ersten Teilbaugenehmigung den Umbau der Jahrhunderthalle zum zentralen Spielort der RuhrTriennale auf den Weg, der mittlerweile abgeschlossen ist. (Quelle: route der industriekultur)

Jahrhunderthalle Bochum – Ruhr Triennale I - 2007

Jahrhunderthalle Bochum – Ruhr Triennale II
Der einzigartige Innenraum mit seiner morbiden Ausstrahlung ist dabei nahezu unverändert belassen werden. Durch reversible Vorhänge können die insgesamt fast 10.000 m² in drei unterschiedlich große Hallen unterteilt werden. Oberhalb der Kranbahn und in den Giebelräumen wurden Zentralen für die Bühnentechnik eingerichtet. Die bestehenden Kräne und Kranbahnen selbst sind dabei ein zentraler Aspekt des gesamten Bühnenkonzeptes. Sie sind multifunktional einsetzbar – sowohl im Vorfeld beim Aufbau als auch während der Vorstellungen. Um behagliche Temperaturen für den Zeitraum Mai bis Oktober zu garantieren, erhielt der Hallenboden eine Dämmung und eine Fußbodenheizung.

Wichtigste bauliche Veränderung sind zwei Neubauten, die die Jahrhunderthalle von außen ergänzen. Auf dem südlichen Vorplatz entstand entlang "Saal 1" ein vollständig unterkellertes, zweigeschossiges Foyergebäude. Das Erdgeschoß dient als Eingangszone. Über zwei Freitreppen und zwei Aufzüge erreicht man eine Galerie mit einem Café. An den Stirnseiten schließen sich Balkone mit offenen Treppenanlagen an. Im Keller befindet sich die zentral angeordnete Besuchergarderobe mit WC-Anlagen sowie technischen Betriebs- und Lagerräumen. Ein zweiter Anbau entstand in Verlängerung der Jahrhunderthalle zum Wasserturm hin. In dem sechsgeschossigen Neubau mit Satteldach wurden u.a. Garderoben- und Aufenthaltsräume für Künstler eingerichtet.
(Quelle: route der industriekultur)

Jahrhunderthalle Bochum – Ruhr Triennale II - 2007

Jahrhunderthalle Bochum - Ruhr Triennale III
Die RuhrTriennale ist das internationale Fest der Künste im Ruhrgebiet.

Schauplätze der RuhrTriennale sind die herausragenden Industriedenkmäler der Region, die größten Teils während der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA Emscher Park) von 1989 bis 1999 in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Theater, Literatur und Tanz verwandelt wurden. Im Zentrum stehen die Kreationen – Produktionen, die den Dialog mit den charakteristischen Spielstätten suchen: Schauspiel und Oper verbinden sich in ehemaligen Maschinenhallen und Kokereien mit innovativen Entwicklungen der Bildenden Kunst, der Pop- und Konzertmusik. Ein weiterer permanenter Programmpunkt ist seit 2003 die Konzertreihe Century of Song, in der sich internationale Songwriter mit den großen Traditionen des popular song auseinandersetzen.

Zentrales Festspielhaus der RuhrTriennale ist die Jahrhunderthalle Bochum.

Die RuhrTriennale findet seit 2002 jährlich in einem Zyklus von jeweils drei Jahren unter wechselnder künstlerischer Leitung statt. Die Idee, ein spartenübergreifendes Festival an die Industriekultur im Ruhrgebiet zu koppeln, wurde bei Publikum und Presse mit Begeisterung aufgenommen. Gründungsintendant Gerard Mortier (2002 bis 2004) gelang es mit seinem kompromisslosen Programm auf Anhieb, die RuhrTriennale als eines der bedeutendsten europäischen Festivals zu etablieren.

Zwischen 2005 und 2007 findet die 2. RuhrTriennale unter der künstlerischen Leitung von Jürgen Flimm statt. Verbindendes Thema seiner ersten Spielzeit war der Zusammenhang von Industrialisierung und Romantik. Auch im zweiten und dritten Jahr bilden Epochen thematische Schwerpunkte: 2006 stand der der Mensch des Barock im Zentrum, 2007 beschäftigt sich mit dem Mittelalter.

Träger der RuhrTriennale ist die Kultur Ruhr GmbH. Förderer und Gesellschafter sind der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, der Regionalverband Ruhr und der Verein Pro Ruhrgebiet. (Quelle: wikipedia)
Jahrhunderthalle Bochum – Ruhr Triennale III - 2007

Jahrhunderthalle Bochum - Ruhr Triennale IV
Jahrhunderthalle Bochum – Ruhr Triennale IV - 2007

Gersteinwerk

Gersteinwerk
Das Kraftwerk Gersteinwerk ist ein Kombinationskraftwerk (Steinkohle und Erdgas) der RWE-Power AG und befindet sich im Werner Stadtteil Stockum an der Lippe. Das Gersteinwerk hat einen 280 Meter hohen Kamin.
Die vier Erdgas-Kombiblöcke liefern jeweils etwa 420 MW und dienen heute zur Abdeckung von Spitzenlasten (zur Reserve). Eine Besonderheit stellt der Kombinationsprozess dar, bei dem eine Gasturbine dem Dampferzeuger vorgeschaltet ist: Die heißen (etwa 430 °C) Abgase der Gasturbine mit circa 17 Vol% Restsauerstoff werden zur Verbrennung von Erdgas dem nachgeschalteten konventionellen Dampferzeuger zugeführt. Die Wärme der von der Gasturbine dem Kessel zugeführten Verbrennungsluft wird zusätzlich noch als Nutzwärme im Dampferzeugers genutzt. Mit dieser Technik lässt sich ein Wirkungsgrad von 42 Prozent erzielen. Diese Technik wurde forciert von dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der VEW-AG Prof.Dr Klaus Knizia und von 1972-1974 in den Kraftwerken Gersteinwerk und Emsland umgesetzt. 1984 wurde ein Steinkohle Kombiblock mit 750MW elektrischer Leistung in Betrieb genommen der auf der gleichen Schaltung beruht. Nur im Gegensatz zu den Erdgas-Kombiblöcken wird hier der Dampferzeuger mit Steinkohle befeuert. Die mit diesem neuen Kraftwerksblock erzeugte Leistung wird zur Abdeckung von Grund- und Mittellast eingesetzt. (Quelle: wikipedia)

Gersteinwerk

Krupptor Gewerbepark M1

Krupptor Gewerbepark M1
Krupptor Gewerbepark M1

Museumsbahnsteig Oberhausen I - 2007

Die "159" - Museumsbahnsteig Oberhausen I
Bei der „159“ handelt es sich um eine Lokomotive vom Typ ED 80 t für den schweren Rangier- und Güterverkehr auf Industriebahnen von Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal.
Die Gemeinschaftsbetriebe Eisenbahn und Häfen nahmen sie 1971 in Betrieb. Das Streckennetz von Eisengbahn und Häfen ist zum Teil mit Oberleitung versehen, deshalb schaffte man eine Lok mit Zweikraftantrieb an. Die vier Elektromotoren konnten sowohl aus dem Fahrdraht als auch aus dem Lokeigenen Generator mit Dieselantrieb gespeist werden. Die dabei jeweils erzielte Leistung war allerdings recht unterschiedlich: 600 KW bei Fahrdrahtbetrieb und nur 130KW bei dieselelektrischen Betrieb. 1998 musterten Eisenbahn und Häfen die Lokomotive aus und stellte sie dem Rheinischen Industriemuseum für den Museumsbahnsteig zur Verfügung.

Die "159" - Museumsbahnsteig Oberhausen I - 2007

Die Lichtinstallation – Museumsbahnsteig Oberhausen II
Nach mehrmonatiger Umbauzeit, wurde der neu gestaltete Museumsbahnsteig des angrenzenden Rheinischen Industriemuseum am 19. August 2006 eingeweiht. Der gesamtkünstlerische Entwurf der Ateliers Stark, Berlin, wurde mit Objekten aus der Schwerindustrie und modernen Kunstwerken inszeniert, Informationstafel mit plakativer Grafik umgestaltet, und bei Einbruch der Dunkelheit werden die Besucher in ungewöhnlichen Farbklänge getaucht.

Die Lichtinstallation erstreckt sich auf einer Konstruktionslänge von 700m und besteht aus 437 verschiedenen Farbeinheiten. Die Komposition der Farbkombinationen und Abläufe möchte mit der Kraft der reinen Farbe Bilder zur Geschichte der Stahlindustrie hervorbringen. Die Hauptrolle spielen die zwei 150m langen Schienen, deren lineare Farbgebung mit schnellen und langsamen kinetischen Effekten durchzogen ist.

Die Beleuchtung des Daches und der Industriezüge gibt den räumlichen Hintergrund. Konzeptuelle Lichträume teilen die architektonischen Begebenheiten in neue Einheiten. Thematisch bewegte Farbräume stehen im Kontrast mit der statischen Beleuchtung der Skulpturen. Die dreistündige Lichtpartitur beginnt täglich abends zur Dämmerung und wird zu festen Zeiten wiederholt. (Quelle: ecue.tv)

Die Lichtinstallation – Museumsbahnsteig Oberhausen II - 2007

Die Lichtinstallation – Museumsbahnsteig Oberhausen III
Die Umgestaltung des Museumsbahnsteiges durch Ateliers Stark, Berlin, ist eine überzeugende Symbiose aus traditionellen, modernen und technisch anspruchsvollen Mitteln künstlerischer Arbeit. So wird die enge Verbindung zwischen Stadt und Museum, Stadt und Stahlindustrie in Szene gesetzt, Tag und Nacht. Doch es werden die Abendstunden sein, die die Gesamtanlage zum Strahlen bringen. Mit 33.000 RGB-LED (Leuchtdioden) LED-Modulen werden verfremdende Farbtöne und -sequenzen auf die Schürzen der Bahnsteigbedachung, auf den historischen Zug und auf die Gleisspur gelegt. Aus über 1.000 verschiedenen Farbklängen entsteht mit Einbuch de Dunkelheit eine dreistündige Lichtpartitur.

Für die Umsetzung der plakativen Beschriftungen sowie für die Grafiken im Hauptbahnhof wurden Spezialfolien von 3M gewählt. Im Außenbereich, für die Beschriftung der Scheiben des Bahnsteigdaches, kamen gegossene, opake Premium Plotterfolien der Serie Scotchcal 100 Premium-Line mit einer Haltbarkeit von bis zu zehn Jahren zum Einsatz. Für die von innen beleuchteten Wartehäuser, die durch wechselnde Motive für den Besuch anderer Museumsstandorte und neue Ausstellungen werben, war Scotchcal 5525 erste Wahl. Eine leicht wieder entfernbare, im Piezo-Inkjet-Verfahren bedruckte Glasdekorfolie, die man auch für Acrylglas verwenden kann. Als Blickfänge auf den Treppenstufen im Bahnhof wurden übergroße Zahnradfiguren verklebt, die durch das Motiv des Rads das Ineinandergreifen von Kräften und Industrieabläufen verdeutlichen. Realisiert wurden diese mit 3M Indoor-Floor Graphics, die aus bedruckbarer Basisfolie und einem rutschfesten Schutzlaminat bestehen.
Druck und Folienschnitt lag in den Händen der Reklame Wilden GmbH & Co., Bochum. Für die exakte, fachgerechte Verklebung sorgte das Unternehmen Baier Werbung GmbH in Willich.
(Quelle: LVR, detail.de)

Die Lichtinstallation – Museumsbahnsteig Oberhausen III - 2007

Die “159“ – Museumsbahnsteig Oberhausen IV
Mit einer Nahaufnahme der “159“ beende ich meine Reihe über den Museumsbahnsteig Oberhausen. Schwierig war der obere rechte Bereich durch die Überstrahlungen der hellen Bahnsteigbeleuchtung.
Als kleiner Hinweis am Rande, der Torpedowagen am Ende des Museumzugs hat die Kennzeichnung T21.

Die “159“ – Museumsbahnsteig Oberhausen IV - 2007

Colani EI - 2007

Colani Ei I
Das Colani-Ei ist die futuristische Neugestaltung eines Förderturms der ehemaligen Steinkohlenzeche Minister Achenbach in Lünen-Brambauer.

Nachdem die Schachtanlage 4 der Zeche Minister Achenbach im Jahre 1990 stillgelegt wurde, nutzte die RAG das Gelände noch bis 1992 zur Lehrlingsausbildung. Danach entstand in den 1922 erbauten Verwaltungs- und Kauengebäuden das Technologiezentrum Lünen (LÜNTEC). Die Umbauarbeiten in den Jahren 1993 – 1995 fanden im Mai 1995 mit dem Aufsetzen des Colani-Eis auf den Förderturm ihren Abschluss.

Das nach einer Skizze des Designers Luigi Colani gestaltete Objekt, das heute überwiegend als Büroraum genutzt wird und nicht öffentlich zugänglich ist, soll in anschaulicher Weise den Strukturwandel des Ruhrgebiets verdeutlichen. Auf der Route der Industriekultur gehört es auf mehreren Themenrouten zu den Höhepunkten.

Von der örtlichen Bevölkerung meist nur kurz "UFO" genannt, zählt es wahrscheinlich zu den meistfotografierten Lokalitäten im östlichen Ruhrgebiet. (Quelle:wikipedia)
Colani Ei I - 2007

Colani Ei II
Es hat viel Aufsehen erregt - das "Colani-Ei" auf dem Fördergerüst der ehemaligen Zeche Minister Achenbach. Und wie immer man dazu steht, ob man es für Kunst oder für ein zufällig auf dem Fördergerüst gelandetes Ufo hält, das 300 m² große, ellipsenförmige Büro aus Kunststoff ist heute Wahrzeichen des Technologiezentrums LÜNTEC. Damit hat der Star-Designer Luigi Colani einen Anziehungspunkt geschaffen, denn ob man es mag oder nicht, gesehen haben muss man es. Und ohne Zweifel weist es auf die veränderte Nutzung der Zechenbauten hin.

In dem ehemaligen Kauen und Verwaltungsgebäude der Schachtanlage 4 von Minister Achenbach ist heute das Technologiezentrum untergebracht. Hauptthema hier ist Umwelt und Verpackung. Gleich nebenan im alten Torhaus lädt ein Café die Besucher zur Ruhepause ein. Und wo einst die Kumpel ihre Autos parkten, entsteht schrittweise eine Wohnanlage mit Mietwohnungen und Eigenheimen. Das Gesamtkonzept der Anlage verwirklicht die Integration von Technologiezentrum, Wohnungsbau und Landschaftsentwicklung, denn auch die Umgebung mit der Bergehalde Achenbach ist in die Planung einbezogen. (Quelle: Route der Industriekultur)

Colani Ei II - 2007

Colani Ei III
Luigi Colani wurde 1928 als Sohn eines Schweizers (Bündner) und einer Deutschen in Berlin geboren. Da seine Eltern ihn früh zu Kreativität erziehen wollten, gaben sie ihm kein Spielzeug, sondern richteten für ihn eine Bastelkammer ein, in der er sein Spielzeug selber bauen sollte. Mit vier Jahren konnte der junge Colani schon löten und bastelte aus den verschiedensten Werkstoffen, ob nun Holz, Eisen, Gips oder Ton seine Flugzeuge, Schiffe oder Autos. 1946 studierte er Bildhauerei und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, 1949 bis 1952 studierte er Aerodynamik an der Pariser Sorbonne. Kurzfristig arbeitete er bei der Douglas Aircraft Company im Bereich Neue Materialien, bevor er 1953 in Frankreich Kunststoffkarosserien für die Autoindustrie mitgestaltete und dies ab 1955 in Berlin fortsetzte. In den 1960er Jahren erweiterte er seine Designtätigkeit auf Möbel und Gebrauchsgegenstände.

Von 1972 bis 1981 bezog der mittlerweile vermögende Colani sein Designer-Atelier auf dem westfälischen Schloss Harkotten. Anschließend war er viele Jahre in Japan tätig mit Entwürfen für mehrere japanische Hersteller von technischen Gebrauchsgütern. Sein europäischer Standort war ab 1986 ein Hangar in der Nähe der Schweizer Hauptstadt Bern. Ab Mitte der 1990er Jahre verlagerte sich seine Tätigkeit nach China, wo er an verschiedenen Universitäten Professuren für Design übernahm.

Seine Formensprache zeichnet sich durch rundliche, von rechten Winkeln freie Entwürfe im „Biodesign“ aus, die organische Formen nachahmen, und von Luigi Colani mit ihrer besseren Ergonomie begründet werden. Beispielhaft für diesen Anspruch ist die Kugelküche. Während zahlreiche seiner kleineren Gebrauchsgüter (Badezimmer-Armaturen, Fernseher, Computermäuse) bei Liebhabern Verbreitung gefunden haben, wurden seine Entwürfe für Lkw u. a. für Larag und DaimlerChrysler und Sportwagen aus „praktischen Gründen“ nicht in Serienprodukte überführt, obwohl der Treibstoffverbrauch seiner Kreationen deutlich, im Fall des Lkw um 1/3, niedriger lag als bei den Serienfahrzeugen. Zudem erhöhte sich die Höchstgeschwindigkeit eines von ihm nur aerodynamisch umgebauten Ferrari enorm. Colani ist auch ein Meister der Selbstdarstellung, der sich mit bissigen Kommentaren zu den Arbeiten seiner Kollegen nicht zurückhält. (Quelle: wikipedia)

Colani Ei III - 2007

Landschaftspark Duisburg Nord - Torpedowagen

T22 – Torpedowagen I
In den Wagen wird das noch flüssige Roheisen zur Weiterverarbeitung in die Gießerei (Grauguss) oder zum Konverter befördert.
Damit das 1.400°C heiße Roheisen beim Transport nicht zu sehr abkühlt und die Wagen nicht beschädigt werden, sind die Pfannen im Inneren doppelwandig mit Schamottesteinen ausgekleidet. Die topfförmigen Pfannenwagen werden zudem mit einem Deckel abgedeckt.
T22 – Torpedowagen I

T22 – Torpedowagen II
Der Name Torpedowagen leitet sich von der charakteristischen Form ab, die an einen Torpedo erinnert, da es sich um einen langgestreckten Behälter zwischen zwei Drehgestellen handelt. Dieser Behälter kann mittels eines im Stahlwerk aufgestellten Antriebs, der in die Mechanik des stehenden Wagens eingreift, gedreht werden, um ihn zu entleeren.
Die Wagen haben außer dem Behälter selbst keinen Rahmen zwischen den Drehgestellen, damit der Behälter möglichst groß dimensioniert werden kann. Die Wagen sind teilweise wegen übergroßen Lichtraumprofiles nur auf Gleisabschnitten innerhalb des Hüttenwerkes einsetzbar, auf denen der Roheisentransport stattfindet. Eine Ausnahme besteht im Saarland, wo etwas kleinere Lichtraumprofil-konforme Torpedowagen auf öffentlichen Gleisen zum Stahlwerk rollen. Ein typischer Torpedowagen fasst 160 Tonnen flüssiges Eisen; ein Zug besteht aus vier bis sechs solcher Wagen.
T22 – Torpedowagen II

T22 – Torpedowagen III
T22 – Torpedowagen III

Altes Hafenamt Dortmund

Altes Hafenamt Dortmund I
Das Alte Hafenamt im Stil der Neorenaissance sollte nach dem Willen seines Architekten, des Stadtbauinspektors Friedrich Kullrich, "dem einfahrenden Schiffer schon von weither als Merkmal des Dortmunder Hafens" dienen.
Die von ihm verwendeten Architekturformen des Turms mit gesondertem Leuchtturmaufsatz und Umgangsmöglichkeit sollen bewusst das Bild eines Leuchtturms assoziieren. Die herausragende Lage des Gebäudes wird sowohl durch die strenge axiale Stellung des Turms zur Stadthafenbrücke als auch durch den ungewöhnlichen sechseckigen Grundriss betont.
Altes Hafenamt Dortmund - 2007

Zeche Zollern II/IV

Zeche Zollern II/IV – Jugendstil
Hinter dem Verwaltungsgebäude erstreckt sich die Maschinenhalle, das zentrale Gebäude der Anlage.
Deutlich erkennbar ist der Unterschied im Baustil zu den vorgelagerten Wirtschafts- und Verwaltungsgebäuden. Merkmale sind das großzügig verglaste Stahlfachwerk, die sichtbaren Konstruktionselemente sowie der vorspringende Mittelbau mit dem Eingangsbereich. Das bekannteste Markenzeichen; der Zeche Zollern ist sicherlich das Eingangsportal im Jugendstil. Gleichwohl das ursprüngliche Vordach nicht mehr existiert, fallen die für diesen Stil typischen organischen Formen auf, die einen spannenden Kontrast zu der strengen Linienführung des Stahlfachwerkes bilden.
Dieser Kontrast setzt sich im Inneren fort. In der lichtdurchfluteten Halle korrespondiert das strenge Stahlfachwerk einschließlich der geschwungenen Dachträger mit den Jugensdstilelementen des Eingangsbereiches und der technischen Ausstattung. Direkt gegenüber dem Eingang befindet sich die marmorne Schalttafel mit den historischen Instrumenten und Schaltgeräten. Es dominieren naturgemäß die Materialien Kupfer, Messing und Marmor. Darüber die mit Arabesken eingefaßte Uhr. (Quelle: www.niebl.de)
Zeche Zollern II:IV – Jugendstil - 2007

Zeche Zollern II/IV – Maschinenhalle
Ein Blick aus der Maschinenhalle zum hell erleuchteten Schacht IV (Wetterschacht) der Anlage Zollern II/IV.
Zeche Zollern II:IV – Maschinenhalle

Umspannwerk Recklinghausen

Umspannwerk Recklinghausen I
Im Jahr 1928 errichteten die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW) nach den Plänen von Carl Lill in Recklinghausen-Süd eine Umspannanlage. Wegen der damaligen Luftverschmutzung und der Nebelbildung der nahen Emscher wurde abweichend vom technischen Standard der 20er Jahre ein geschlossenes Umspannwerk geplant. Dieser technische Zweckbau steht inzwischen als Beispiel für den Industriebau der 20er Jahre unter Denkmalschutz und wurde im Rahmen der IBA Emscher Park von 1991 bis 1994 restauriert und die Fassade in ihren Ursprünglichen Zustand versetzt. Das Ensemble besteht aus dem 110 Kilovolt - sowie dem 10 Kilovolt-Schalthaus und einem angeschlossenen Wohngebäude für die Familien des Bedienungspersonals. (Quelle: route-der-industriekultur)
Umspannwerk Recklinghausen I

Umspannwerk Recklinghausen II
Die Geschichte der Stromerzeugung dokumentieren Großexponate wie eine Dampfmaschine und Turbinen. Das historische Gebäude selbst bietet als begehbares Denkmal einen anschaulichen Einstieg in die Technik der Elektrizitätsverteilung. In Themenkomplexen wie Haushalt, Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe sollen die Exponate die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Elektrizität und ihre Bedeutung für den Alltag aufzeigen. Zu den ausgestellten Objekten zählen Haushaltsgeräte und Werbemittel ebenso wie Musikboxen und die Einrichtung eines Friseursalons der 30er Jahre bis hin zu einer Straßenbahn. Auf dem Außengelände werden weitere Großexponate Platz finden. Weitere Räumlichkeiten sind für die Präsentation von Sonderausstellungen bestimmt.
Umspannwerk Recklinghausen II

Landschaftspark Duisburg Nord - Bühne 6

Bühne 6
… auf Klettertour …
LaPaDu Bühne 6 I - 2007

Bühne 6 - II
LaPaDu Bühne 6 II - 2007

Henrichshütte Hattingen I

Hochofen Henrichshütte Hattingen
Hochofen Henrichshütte Hattingen

Hochofen Henrichshütte Hattingen III
Langsam erobert sich die Natur ihren Platz auf dem Gelände der 1987 stillgelegten Henrichshütte in Hattingen zurück. Hier findet der Besucher die Art der Ruhrgebietsromantik, die von der harten Arbeit und den rauchenden Schloten an der Ruhr erzählt. Es finden sich Kunstobjekte aus Eisen und Stahl, Relikte aus der vergangenen Zeit, die vom Grün überwuchert sind. Im Landschaftspark Henrichshütte führen drei Rundwege durch das 50.000 Quadratmeter große Gelände. Daneben entsteht hier ein Gewerbepark, der neue Firmen an den ehemaligen Industriestandort lockt.
Im Jahr 2000 wurde die Henrichshütte als weiterer Standort des Westfälischen Industriemuseums eröffnet. Anders als der Hochofen II, der vollständig zerlegt nach China verschifft wurde, ist der erhaltene Hochofen III das Zentrum der industriegeschichtlich bedeutenden Anlage. Neben dem Hochofen und dem Maschinenhaus, bezeugen Erz- und Koksbunker sowie die beeindruckenden Transportbänder das Arbeiten mit Eisen und Stahl. In der Gebläsehalle gibt es Maschinen aus drei Generationen zu besichtigen, die den berühmten Hochofenwind erzeugten. Auf einer Besichtigungstour kann sich der Besucher von Zeitzeugen die Geschichten rund um die Henrichshütte erzählen lassen. Ganz Mutige fahren mit einem gläsernen Aufzug bis auf die höchste Plattform des Hochofens und genießen eine unvergleichliche Aussicht. (Quelle: ruhr-guide)
Hochofen Henrichshütte Hattingen III

Hochofen Henrichshütte Hattingen IV
Die Geschichte eines der traditionsreichsten Hüttenwerke des Ruhrgebiets begann, als sich Graf Henrich zu Stollberg-Wernigerode entschloss, zur Entlastung seiner Eisenwerke in Magdeburg und Ilsenburg ein Hüttenwerk in Hattingen-Welper zu bauen. Der erste Abstich war am 20. Juli 1855. Die Voraussetzungen für den Standort Hattingen waren ideal. Es gab die Ruhr als Transportstraße, einen leistungsfähigen Steinkohlebergbau, der verkokbare Kohle förderte und es gab Eisenkohlefelder, alles in der unmittelbaren Umgebung. Hier wurden Erz und Kohlen gefördert, Koks, Eisen und Stahl produziert - gegossen, geschmiedet, gewalzt und bearbeitet - alles "unter einem Dach". Über 10.000 Menschen fanden zeitweise auf der Hütte Arbeit. Um das Werk wuchs ein neuer Stadtteil aus Arbeiterkolonien.

Seit 1989 baut der Landschaftsverband Westfalen-Lippe das Hochofenwerk zu einem der acht Standorte des Westfälischen Industriemuseums aus. Hochofenbüro, Übergabestation, Lokomotivschuppen und Probenaufbereitung wurden restauriert.

Das größte Ausstellungsstück ist der Hochofen 3, zu dem auch die Erz- und Koksbunker sowie Transportbänder gehören. Schon jetzt können Besucher – dem Weg des Materials folgend – die Arbeitsplätze im Hochofenbereich erkunden. Die Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen werden noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Daher sollen die Baumaßnahmen so strukturiert werden, dass jedes Jahr ein Bereich des Museums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. An der Errichtung einer Lok- und Reparatur-Werkstatt wird gearbeitet.

Die Schaugießerei des Fördervereins ist eine im Ruhrgebiet einmalige Attraktion. (April bis Oktober jeden 2. Sonntag im Monat von 13–15 Uhr geöffnet). (Quelle: route-der-industriekultur)
Hochofen Henrichshütte Hattingen IV

Hochofen Henrichshütte Hattingen V
Hochofen Henrichshütte Hattingen V

Kokerei Zollverein I

Kokerei Zollverein I
Die Kokerei Zollverein galt lange als die modernste Kokerei Europas, in der täglich 10.000 Tonnen Kohle in 192 Koksöfen zu Koks veredelt wurden. 1958 im Stil der Moderne gebaut, gehörte sie einst zu den größten Anlagen ihrer Art.
Die architektonische Gestaltung der neuen Kokerei übernahm der Architekt Fritz Schupp, der schon 1928 mit Zollverein Schacht XII ein Meisterstück der Industriearchitektur entworfen hatte. Mit seiner über 40jährigen Erfahrung konnte er Form und Funktion der Kokerei zu einer beeindruckenden Einheit verbinden.

“Wir müssen erkennen, daß die Industrie mit ihren gewaltigen Bauten nicht mehr ein störendes Glied in unserem Stadtbild und in der Landschaft ist, sondern ein Symbol der Arbeit, ein Denkmal der Stadt, das jeder Bürger mit wenigstens ebenso großem Stolz dem Fremden zeigen soll, wie seine öffentlichen Gebäude.” (Fritz Schupp, 1930)

Allein der Batteriekomplex hat eine Länge von mehr als 600 Metern. Aufgrund der Stahlkrise und der damit fallenden Koksnachfrage wurde die Kokerei am 30. Juni 1993 stillgelegt. Danach gab es Pläne zum Verkauf der Anlage nach China. Als die langwierigen Verhandlungen scheiterten, sollte die Kokerei abgerissen werden. Dass es nicht dazu kam, ist im Wesentlichen ein Verdienst der Internationalen Bauausstellung IBA Emscher Park. Sie bezog die Industrieanlage in ihre Konzepte zum Strukturwandel ein und initiierte den Umbau der Kohlenmischanlage zu einem spektakulären Ausstellungsgebäude.

Der Erhalt der industriellen Kulturlandschaft Zollverein als ein Gesamtensemble aus Zeche und Kokerei führte schließlich im Jahre 2001 zur Eintragung der Zeche Zollverein Schacht XII und Schacht 1/2/8 sowie der Kokerei Zollverein in die Welterbeliste der UNESCO.

Nachts beginnt die Kokerei zu leuchten - durch eine künstlerische Lichtinszenierung der aus Schottland und England stammenden "Lichtarchitekten" Jonathan Speirs und Mark Major.

Kokerei Zollverein

Sonnenrad Zollverein I
Im Rahmen der IBA Emscher Park wurde 1999 das Sonnenrad als Symbol für das neue Zeitalter der regenerativen Energien auf der Kokerei Zollverein installiert und in Betrieb genommen. Dieses nabenlose Riesenrad mit vierzehn Kabinen für je sechs Personen, gestattet einen Einblick in die ehemaligen Koksöfen.
Dass die Koksöfen einst bei über 1.000 Grad Celsius betrieben wurden, kann man sich kaum vorstellen, wenn man mit dem nabenlosen Riesenrad durch die Öfen fährt und tief unten die Kühle spürt.

Sonnenrad Zollverein

Zeche Recklinghausen

Zeche Recklinghausen II Schacht IV
Die Zeche Recklinghausen II ist ebenso wie die ältere Anlage Recklinghausen I eine Gründung der belgischen "Societe Civile Belge des Charbonages d‘ Herne-Bochum". Von 1901 bis 1974 wurde auf der Schachtanlage Kohle gefördert, danach diente die Zeche bis 1988 nur noch der Material- und Seilfahrt.
Nach dem Abriss eines großen Teils der Tagesanlagen wurde die Zechenbrache 1999 vom Kommunalverband Ruhrgebiet erworben und zu einem Stadtteilpark als Bestandteil des Emscher Landschaftsparks umgestaltet.
Die noch erhaltenen Anlagen wurden durch eine Initiative ehemaliger Bergleute und Bewohner der Dreieck-Siedlung vor dem Abriss bewahrt und mit erheblicher Eigenleistung restauriert. Sie befinden sich im Besitz des Vereins für Bergbau- und Industriegeschichte Recklinghausen e.V.. Im östlichen Maschinenhaus befindet sich ein Stadtteilzentrum mit Schiesssportanlage und Tanzsporthalle. Im westlichen Maschinenhaus ist eine der Fördermaschinen erhalten. Dort entsteht ein kleines Museum.

Die Inbetriebnahme der Zeche Recklinghausen führte zur Gründung des Recklinghausener Stadtteils Hochlarmark.

Die Förderräder laufen auch heute noch, als lichttechnische Simulation der Fa. Vossloh-Schwabe Optoelectronic GmbH & Co. KG.

Zeche Recklinghausen II Schacht IV

Zeche Recklinghausen II Schacht IV (2)
Die Zeche Recklinghausen II ist ebenso wie die ältere Anlage Recklinghausen I eine Gründung der belgischen "Societe Civile Belge des Charbonages d‘ Herne-Bochum". Von 1901 bis 1974 wurde auf der Schachtanlage Kohle gefördert, danach diente die Zeche bis 1988 nur noch der Material- und Seilfahrt.

Das Fördergerüst gehört zur Kategorie "Deutsches Strebengerüst", die dazugehörige Maschinenhalle stammt aus den Jahren 1963/64. Mit seiner Vollwandverkleidung dokumentiert das Fördergerüst nicht nur einen wichtigen Entwicklungsschritt in der Konstruktion solcher Anlagen, sondern ist in seiner Art auch ein Einzelstück. Abweichend von der üblichen Bauweise sind hier vier Seilscheiben nebeneinander angeordnet, da es sich um einen Doppelschacht mit zwei parallel nebeneinander liegenden Schächten handelt. Der Antrieb erfolgte über zwei Tandemdampfmaschinen mit jeweils 3.800 PS Leistung. Sie wurden Anfang der 1960er Jahre von der Eisenhütte Prinz-Rudolph in Dülmen als die vermutlich letzten Dampffördermaschinen in Deutschland gebaut. Das Fördergerüst und die Dampffördermaschinen waren für den Anfang der 1960er Jahre abgeteuften Zentralförderschacht IV bestimmt , der nach einem Direktor der Salzgitter AG "Konrad Ende" benannt wurde. (Quelle: route-der-industriekultur)
Zeche Recklinghausen II Schacht IV (2)

Zeche Recklinghausen II Schacht IV (3)
Nach dem Abriss eines großen Teils der Tagesanlagen wurde die Zechenbrache 1999 vom Kommunalverband Ruhrgebiet erworben und zu einem Stadtteilpark als Bestandteil des Emscher Landschaftsparks umgestaltet. Im ersten Bauabschnitt wurde für jugendliche Besucher ein Bike- und Skatepark fertiggestellt. Im Juni 2002 konnten die Bauarbeiten endgültig abgeschlossen und das Gelände der Stadt Recklinghausen übergeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren der Zecheneingangsbereich und die Zechenmauer saniert, ein großzügiger Platz um das noch erhaltene Fördergerüst und die Maschinenhalle gestaltet und ein neues Wegenetz mit Baumreihen hergerichtet. Wiesen und Gehölze waren gepflanzt sowie Spielplätze, Festwiesen und Themengärten auf einer Fläche von 600 Quadratmetern hergerichtet. Im Süden und Westen des Parks wurde auf rund einem Hektar Fläche ein Wald mit heimischen Baumarten angelegt.

Die noch erhaltenen Anlagen wurden durch eine Initiative ehemaliger Bergleute und Bewohner der Dreieck-Siedlung vor dem Abriss bewahrt und mit erheblicher Eigenleistung restauriert. Sie befinden sich im Besitz des Vereins für Bergbau- und Industriegeschichte Recklinghausen e.V.. Im östlichen Maschinenhaus befindet sich ein Stadtteilzentrum mit Schiesssportanlage und Tanzsporthalle. Im westlichen Maschinenhaus ist eine der Fördermaschinen erhalten. Dort entsteht ein kleines Museum. (Quelle: route-der-industriekultur)
Zeche Recklinghausen II Schacht IV (3)

Akademie Mont Cenis I

Mont Cenis II
Die Akademie Mont Cenis in Herne, das Vorzeigeprojekt der IBA wurde 1999 fertiggestellt und ist seither ein bevorzugtes Reiseziel internationaler Architekten und Städteplaner. 56 Fichtenstämme stützen eine 180 Meter lange und 75 Meter breite Glashülle, deren Inneres über die weltweit größte in ein Dach integrierte Sonnenstromanlage mit Energie und Wärme versorgt wird. Über 3100 Module aus Siliziumzellen sind in das Dach eingebaut, die Klimahülle reduziert den Energieverbrauch gegenüber konventioneller Technik um 50 Prozent. Dadurch wird ein mediterranes Klima, ähnlich dem in Nizza, erzeugt
Neben der Fortbildungsakademie des Innenministeriums sind in dem Komplex auch das Stadtteilzentrum Sodingen mit kommunalen Dienststellen untergebracht, die (kegelförmige!) Stadtteilbibliothek sowie ein Bürgersaal, der 280 Besuchern und der Bezirksvertretung Platz bietet. Der Name geht übrigens auf die Zeche Mont-Cenis zurück, die ihren Namen wiederum von einem anderen technischen Wunderwerk erhielt: dem Tunnel durch den französischen Alpenberg Mont-Cenis.
(Texte: Herne Tourismus, Wikipedia)

Mont Cenis II - 2007

Mont Cenis III
... und jetzt Frontal. Das UFO auf der linken Seite hab ich noch nicht identifizieren können, deswegen hab ich es auch nicht weggestempelt.

Die Akademie Mont Cenis in Herne, das Vorzeigeprojekt der IBA wurde 1999 fertiggestellt und ist seither ein bevorzugtes Reiseziel internationaler Architekten und Städteplaner. 56 Fichtenstämme stützen eine 180 Meter lange und 75 Meter breite Glashülle, deren Inneres über die weltweit größte in ein Dach integrierte Sonnenstromanlage mit Energie und Wärme versorgt wird. Über 3100 Module aus Siliziumzellen sind in das Dach eingebaut, die Klimahülle reduziert den Energieverbrauch gegenüber konventioneller Technik um 50 Prozent. Dadurch wird ein mediterranes Klima, ähnlich dem in Nizza, erzeugt
Neben der Fortbildungsakademie des Innenministeriums sind in dem Komplex auch das Stadtteilzentrum Sodingen mit kommunalen Dienststellen untergebracht, die (kegelförmige!) Stadtteilbibliothek sowie ein Bürgersaal, der 280 Besuchern und der Bezirksvertretung Platz bietet. Der Name geht übrigens auf die Zeche Mont-Cenis zurück, die ihren Namen wiederum von einem anderen technischen Wunderwerk erhielt: dem Tunnel durch den französischen Alpenberg Mont-Cenis.
(Texte: Herne Tourismus, Wikipedia)

Mont Cenis III - 2007

Mont Cenis IV
Mont Cenis IV - 2007

Mont Cenis V
Mont Cenis V - 2007

Friedrich Ebert Brücke

Friedrich-Ebert Brücke
Die Friedrich-Ebert-Brücke über den Rhein verbindet die beiden Duisburger Stadtteile Ruhrort und Homberg. Sie wurde zwischen 1951-1954 als Ersatz für die 1945 gesprengte Admiral-Scheer-Brücke gebaut. Bei der Friedrich-Ebert-Brücke handelt es sich um eine Schrägseilbrücke [Unechte Hängebrücke (selbstverankerte Hängebrücke)] mit einer Hauptspannweite von 285,5m.
Friedrich Ebert Brücke

Landschaftspark Duisburg Nord - Der Schlund des Krokodils

Der Schlund des Krokodils
Mich reizte das das Maul des Krokodils so schön auf den roten Horizont zielt. Ich habe bewußt das starke Gegenlicht in Kauf genommen um diese seltene Perspektive abzulichten. Man könnte glauben ein Schritt nach links und das Krokodil verschluckt das Windrad.
Der Schlund des Krokodils - 2006

Landschaftspark Duisburg Nord - Cowper 2006

The Big Cowper
Die Cowper (Winderhitzer) des Hochofen 5 im Landschaftspark Duisburg-Nord.
In den Cowper wird der zur Stahlerzeugung notwendige Heißwind für den Hochofen erzeugt. Beim Einblasen in den Hochofen ist eine möglichst konstante Heißwindtemperatur von etwa 1200 °C notwendig.

Nachts werden die Industrieanlagen durch die farbige Beleuchtung von Jonathan Park in Szene gesetzt. Diese Installation verleiht dem Park sein futuristisches Aussehen.
Cowper II - 2006

The Big Cowper II
Cowper I - 2006

Cowper - Seite
Cowper III - 2006









Landschaftspark Duisburg Nord - Klassik 2006

LaPaDu Klassik
LaPaDu Klassik - 2006

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